Wer nichts anpackt, der auch nichts bewegt

Energieversorgung

Vorwort

Energieversorgung - wahrscheinlich das Topthema der Gegenwart - angesichts der Katastrophen in den Anlagen der Kernkraftwerke rückt diese Schiene der Versorgung bei der Bevölkerung wie auch der Wirtschaft abrupt als die Nummer 1 in den Fokus aller Diskussionen. Das Bewusstsein der Bevölkerung nimmt eine nicht vorhersehbare Wendung, selbst Politiker überdenken ihren Standpunkt und beginnen endlich die Atomkraft zu hinterfragen. Doch reicht das?

Zunächst ist festzuhalten, dass wir unendlich viel Zeit vertrödelt haben und wie so oft, droht auch hier uns die Zeit davon zu laufen. Viele Politiker, allen voran Frau Merkel, haben immer noch nicht begriffen, dass es bereits 1 Minute vor Zwölf ist und nicht mehr fünf vor Zwölf. Wer behauptet Japan liegt weit entfernt genug von uns, so dass wir davon nicht betroffen werden, der irrt oder will einfach nur verdummen. Japan und seine Katastrophe hat uns schon längst eingeholt, wenn nicht schon überholt. Zumindest hat sie uns verdeutlich, wie unbeherrschbar die Atomenergiegewinnung auch heute noch für uns Menschen ist. Ihre Folgen sind weder absehbar noch beherrschbar und dieser Zustand wird so bleiben. Mit der Atomenergie haben wir einen Teufel geweckt, den wir so leicht nicht wieder los werden!

Sodann bemerkt der aufmerksame Beobachter, dass wir uns bei der Frage nach der richtigen Energiegewinnung immer noch im Kreis drehen und dummer Weise davon ausgehen, dass die bisherigen Energieträger unverzichtbar sind. So ist bei einem großen Teil der Bevölkerung die Denkweise leider so tief verwurzelt, dass der Blick für andere Technologien verstellt ist.

Ferner müssen wir uns wieder darauf besinnen, dass Energieversorgung kein kommerzieller Geschäftsbereich sondern ein allgemein gültiges Recht ist, welches durch die Politik befriedigt werden muss. Solange wir die Energieversorgung skrupellosen Gewinnmachern überlassen, werden uns solche Ereignisse wie Tschernobyl und Fukuschima überraschen und immer weiter in den Abgrund reißen.