Wer nichts anpackt, der auch nichts bewegt

Organspende

Organspende

zum Ersatzteillager degradiert

- Patientenverfügung

- Betreuungsvollmacht

- Testament

 - für den Fall meines Todes

 Wer es jetzt nicht regelt, der ist morgen nur noch Ersatzteillager!

Doch zu erst muss klar und deutlich festgehalten werden, dass nur SIE allein für sich, Ihren Körper und den damit verbundenen Organen verantwortlich sind. Weder Ihr Glaube, also der Pastor oder Priester, bestimmen, noch die Politik oder gar die/ der Ärzte/ Arzt entscheiden was mit Ihren Organen nach Ihrem Ableben passieren. All die Versuche, Ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen, die zur Zeit von Politikern und Vertretern der der Organspendevereinen täglich über uns herfallen, ignorieren Sie sie und entscheiden Sie ganz allein nach Ihrem Gutdünken!

Sie sind noch jung und glauben Sie stehen am Anfang des Lebens? Doch halt, es kann schon vorbei sein, Sie haben es nur noch nicht mitbekommen! Wer mag schon in jungen Jahren ans Alter denken oder gar einen Gedanken daran verschwenden, dass das süße Leben einmal abrupt vorbei sein kann und man als junger Mensch ein Pflegefall ist, beraubt aller Fähigkeiten, die uns als einen Menschen ausmachen. Ja es kann schneller der Fall sein, als es einem lieb ist, plötzlich kann ich meine Gedanken nicht mehr beherrschen, meinen Alltag nicht mehr regeln, die Muskeln befolgen meine Befehle nicht mehr und ich bin auch sonst auf fremde Hilfe angewiesen!

Wie gut ist es dann, wenn ich rechtzeitig, also heute, für diesen Augenblick vorgesorgt habe! Vorgesorgt heisst, ich habe alles schriftlich festgelegt, was für diesen Fall wirklich geregelt sein muss und gelten soll. Geregelt heisst hier: Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht und Testament.

Organspende war schon immer ein Thema der Reichen, da sie sich hiervon ein ewiges Leben versprechen. Zunächst dachte man, entgegen den Menschenrechten, dass man sich Organe kaufen kann wie Ersatzteile fürs Auto. Scheinbar funktioniert dieser Markt nicht mehr so, sodass die Politik sich jetzt aufgerufen fühlt, hier gesetzgeberisch eingreifen zu müssen. Der von der Politik so hochgelobte Organspendeausweis ist lediglich ein Feigenblatt, soll er doch nur helfen Organe und Gewebe für medizinische Versuche und oft zweifelhaften Transplantationen zu erhalten.

Ja ein Unfall, eine bösartige Krankheit in jungen Jahren kann einen sehr schnell zum Ersatzteillager für diese Reichen machen, die glauben ewig leben zu müssen. Denen ist es egal, dass Sie auch den gleichen berechtigten Wunsch haben, ewig gesund zu bleiben und daher auch ewig zu leben, doch Hauptsache ist, sie kommen an Ihre Organe!

Da nun die Politik uns beziehungsweise unseren Körper gern per Gesetz zu willigen generellen Ersatzteilelagern für menschliche Körperteile machen will, ist es mehr als angeraten, seinen diesbezüglichen Willen per Patientenverfügung klar zu definieren und zur Überwachung dieser Verfügung eine Person zu bestimmen, der man voll und ganz vertrauen kann. Dieses geht am Besten in Form einer Betreuungsvollmacht. Richtig ausgeführt und aufgestellt sind diese beiden Formulare wie ein Testament, deren Formulierungen unumstößlich sind. Die hierzu bestehenden Gesetze binden Ärzte, Gerichte und Erben an ihren niedergeschriebenen Willen.

Organspendeausweis, wissen Sie überhaupt, was Sie da mit Ihrer Unterschrift alles zustimmen?                             

 Es wäre wirklich ein Segen und mehr als nur wunderbar, wenn man auf diese Weise ernsthaft benötigte Organe bekäme, die dann wertvolles Menschenleben retten können. Doch ist das leider nur, wenn überhaupt, ein Nebenprodukt, der Haken mit dem man Sie fangen will. In erster Linie wird mit der Unterschrift der gesamte Körper, Organe, Knochen, Gewebe, Muskeln, Nerven und Sehnen der Wissenschaft und somit der Pharmaindustrie übereignet, damit die damit Forschen und Medikamente bauen können. Ihr Körper kommt kostenlos der größten und teuersten Industrie, der Pharmaindustrie, zu gute. Wollen Sie dies wirklich, dann unterschreiben Sie den Organspendeausweis und Sie werden garantiert pulverisiert.

Sie wollen dies alles nicht, Sie wollen auch weiterhin über Ihren Körper entscheiden? Dann benötigen Sie unbedingt eine von Ihnen ausgestellte Patientenverfügung und eine dazu gehörende Betreuungsvollmacht. Sie dürfen auf gar keinen Fall einen Organspendeausweis unterschreiben, denn nur mit Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht gehen Sie sicher, dass mit Ihrem Körper das geschieht, was Sie wirklich wollen.

Pflegefall - was nun?

In der heutigen Zeit geraten immer wieder Pflegeheime in die Schlagzeilen, weil dort angeblich keine sachgerechte Pflege stattfindet, oder die Menschenwürde und Menschenrechte auf andere Weise arg vernachlässigt wird. Infolge der oft negativen Berichterstattung sind wir dann gern bereit ungeprüft mit auf die einzuschlagen, die eigentlich nicht die Verursacher dieser Missstände sind. Auch hier gilt, wie in anderen vielen Bereichen des täglichen Leben, es gibt ein gesellschaftliches Problem. Nicht nur die Politik, als Gesetzgeber, und die Rechtsprechung, als die Instanz, die die Gesetze umsetzen und deren Einhaltung überwachen soll, sondern auch wir, dass Volk müssen endlich begreifen, dass es höchste Zeit ist, sich auf alte gute Werte zurückzubesinnen und vom Weg des Egoismus abzukehren. Was wir heute unseren Alten zukommen lassen, das fällt später tausendfach auf uns zurück. Daher NEIN zum gegenwärtigen Organspendeausweis.

Betreuung

Dies ist heute ein Thema von entscheidender und bedeutender Wichtigkeit in unserem Leben. Wir sehen und legen die Wichtigkeit häufig immer auf Dinge oder Bereiche des Lebens, die eher nebensächlich und nur scheinbar aktuell sind, doch über diese Frage machen wir uns erst dann Gedanken, wenn der Fall schon vor der Tür steht oder anders gesagt, es schon viel zu
spät ist, das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Dies ist dann gegeben, wenn ein geliebter Angehöriger oder man selbst seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr allein besorgen kann.

Doch bis dahin hat man gute und nützliche Zeit vertan, denn in dieser Frage ist es enorm wichtig, dass man seine Entscheidungen rechtzeitig bei gesundem Verstand trifft und festgelegt hat. Je früher ich festlege, wie zu verfahren ist, wenn es denn einmal so sein soll, dass man seine Geschicke nicht mehr allein lenken kann, so bindender sind die Willens- und Wunschäußerungen auch für die Gerichte und lieben Verwandten.

Viele unter uns gehen davon aus, dass eine vom Gericht herbeigeführte Betreuung das Beste wäre und geben diesem Modell den Vorrang.

Doch weit gefehlt!

Gerade unsere Gerichte sind es, die durch die Arroganz und Überheblichkeit der Richterinnen und Richter oft den eigentlichen Sinn der Betreuung in totale Entmündigung der/des Betroffenen wie auch der Familien der Betroffenen verkehren. Auch ist der Verdacht zulässig, welcher durch persönliche Erfahrungen geboren wurde, dass zwischen den Heimen, den Gerichten und den geschäftsmäßigen Betreuungsvereinen sich eine ungute Allianz gebildet hat, die Kunkelgeschäfte mit der Betreuung nicht nur ahnen lassen sonder regelrecht betreiben, was in vielen Fällen nachweisbar ist.

So soll im Vordergrund der Entscheidung, ob Betreuung oder nicht, der Wille und das Wohl der/des Betroffenen stehen und als Grundlage aller weiteren Entscheidungen dienen. Doch gerade da lassen es die Richterinnen und Richter oft an Hintergrundwissen, Fingerspitzengefühl und Takt fehlen und entscheiden überwiegend gegen den Willen und gegen das Wohl des/der Betroffenen. Heißt es doch, dass für die Betreuung eine geeignete und bereite Person aus dem Kreis der Familienangehörigen zu nehmen sei, stellen die Gerichte immer häufiger auf professionelle Betreuer ab, die mit der Betreuung Geld verdienen wollen, dabei nicht nach Wohl und Willen der Betroffenen fragen, sondern dafür sorgen, dass genug Geld übrig bleibt, damit sie – die Betreuer – finanziell gut dastehen. In der Regel sind diese Personen Angestellte eines Betreuungsvereins, der ein großes Interesse an vielen Betreuungen hat, denn viele Betreuungen bringen viel Geld! Derzeit geht es hier um einen Stundensatz von 27,00 bis 44,00 Euro, den die Betroffenen, sofern sie mehr als 690,00 Euro monatliche Einkünfte (auch Renten) haben, selbst bezahlen müssen. So gibt es der Gesetzgeber vor.

Da wird von Gerichten gern bei der Bestellung eines Betreuers aus der Familie der Begriff "Interessenkonflikt" eingeworfen, mit dem sie dann die Ablehnung eines oder mehrerer Familienangehörigen begründen. Amüsant
sind dann in solchen Fällen die Konstruktionen, mit denen die Gerichte arbeiten, um diesen angeblichen Interessenkonflikt darzustellen. Dies geschieht oft unter zu Hilfenahme von Betreuungsvereinen und mit dubiosen Gutachten und dem Feigenblatt "Verfahrenspfleger". Einem Anwalt, welcher die Interessen des Betroffenen vertreten soll. Dieser Anwalt wird vom Gericht eingesetzt, weil er gerade dem Gericht besonders hörig ist. Verfahrenspfleger sind Anwälte, die dem Gesetz nach sich für die Beachtung und Durchsetzung des Willen und Wohls sowie der Interessen des Betroffenen im Betreuungsverfahren einsetzen sollen. Sollen wohl gemerkt, doch arbeiten sie lediglich den Gerichten zu und oft nach deren Anweisung, das Wohl wie auch der Wille des Betroffenen bleibt völlig unbeachtet. Oft trifft man auch auf die Konstellation, dass der Verfahrenspfleger gleichzeitig beratender Anwalt des örtlichen Betreuungsvereins ist. Wohl gemerkt sollen, doch tun, wie so oft im Leben, ist hingegen ein anderes.

So ist es untersagt, dass die Konten der Betroffenen und der Betreuer nicht ein und dasselbe sein dürfen, damit kein Interessenkonflikt durch die Geldentnahmen des Betreuers für seine Belange entsteht. Nun gibt es aber nicht selten die Konstellation, dass Oma oder Opa mit ihrer Rente mehr Geld einnehmen, als Tochter, Sohn, Enkel/in und in "guter" Zeit vereinbart wurde, dass solange das Geld reicht, Oma oder Opa das minderbemittelte Kind unterstützen. Natürlich, so wird abgesprochen, soll dies auch für den Fall der Betreuung gelten. Auch wird hierfür oft nur ein Konto eingerichtet und hierbei bleibt es so lange, wie das Geld für alle reicht. Hier stößt das gute familiäre Einvernehmen auf den Unwillen und die Ablehnung durch die Gerichte und ist dann Begründung für einen Interessenkonflikt, welcher zwar nicht vorhanden ist, außer in den Köpfen der Gerichte und Betreuungsvereinen.

So dann heißt es, im Gesetz, dass Familienangehörige von der Berichterstattung dem Gericht gegenüber befreit sind. Anstatt sich über diese berufliche Entlastung zu freuen, werden den Familienangehörigen in diesem Bereich von den  Gerichten massive Schwierigkeiten bereitet, oft in dem die Gerichte gewachsene familiäre Verhältnisse und Bindungen in Frage stellen und versuchen zu zerstören. Um den Willen der Gerichte durchzusetzen werden Sie bedroht, in dem man Ihnen Gefängnis androht, wenn Sie sich noch länger dem Willen des Gerichtes widersetzen und sich für die Um- und Durchsetzung des Willen des Betroffenen einsetzen.

So ist es mir ergangen, als ich den Willen meiner Mutter durchsetzen wollte, wurde mir die Betreuung entzogen und mit Gefängnis gedroht, wenn ich es in Zukunft nicht unterlasse bei Gericht in dieser Angelegenheit vorstellig zu werden!

Lassen Sie sich dieses Beispiel, es gibt noch mehrere davon, eine Warnung sein, denn das Wohl und der Wille der Betroffenen, wenn er nicht zu früherer Zeit schriftlich festgelegt wurde, erhält überhaupt keine Beachtung, es wird ihnen jede Würde geraubt, sie werden total - auch als Familie - entmündigt, so dass selbst ein Neugeborenes mehr Rechte und Schutz hat.

Die Familie, oft noch die letzte Verbindung der Betroffenen zum Leben, wird ins Abseits gedrängt, obwohl es in Artikel 6 Grundgesetz heißt, ... „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung."

Leider ist die Umsetzung dieser grundgesetzlichen Norm zunehmend in der Gesetzgebung und der Rechtsprechung allgemein rückläufig, ja schon völlig ausgeklammert und ins Gegenteil verkehrt worden.

Es gibt viele Arten und Bereiche der Betreuung, die allesamt ihre Berechtigung haben. Bei der Ausgestaltung der gesetzlichen Grundlagen ist doch wieder einmal der Gesetzesgeber im Übereifer über das Ziel der Vernunft hinaus geschossen und hat diese überdeutlich fehlen lassen. Wie in vielen Gesetzen fehlt es auch hier an Ausgewogenheit und dem nötigen Augenmaß. Bei allem Verständnis für die Freiheit der Richterinnen und Richter in ihrem Amt, müssen sie ihre Arbeit doch am Gesetz und der Vernunft messen lassen, denn dort endet ihre Freiheit und Willkür beginnt.

Es ist kein Gesetz und schon gar nicht ausreichend, wenn man nur einen losen, nicht richtig erkennbaren Rahmen vorgibt und damit Willkür und Subjektivität Tor und Tür öffnet. Doch gerade der Bereich der Betreuung ist äußerst sensibel und bedingt daher ein explizites Gesetzeswerk, welches sich ausschließlich an den Wünschen, Bedürfnissen und der Lebensführung der Betroffenen ausrichtet. In diesen Prozess muss schon aufgrund Artikel 6 Grundgesetz die Familie stark eingebunden und unterstützt werden. Jede Einmischung von außen oder die Übertragung von Pflichten auf Dritte müssen generell das wirklich allerletzte Mittel der Wahl sein. Es muss festgelegt werden, unter welchen Bedingungen eine Fremdperson die Betreuung übertragen bekommt.

Leider haben sich infolge der schlechten Gesetzgebung der letzten Jahre, auf diesem Gebiet Betreuungsvereine und Berufsbetreuer eingestellt, die für diesen Bereich absolut unerwünscht, ja in der Tat unqualifiziert sind. Diesem Personenkreis geht es nicht um die Be- und Versorgung der hilfsbedürftigen Menschen und schon gar nicht um Betreuung, sondern lediglich und ausschließlich nur um das Geld, welches man mit einer solchen Aufgabe verdienen kann. Hier hat es der Gesetzgeber in der Tat in die völlig falsche Richtung gelenkt. Betreuung sollte in erster Linie ehrenamtlich sein und dann, wenn man dieses beruflich ausüben möchte, auf eine bestimmte Anzahl von zu betreuenden Fällen begrenzt sein. Gleichzeitig muss der Betreuer seine Qualifikation für dieses Amt nachvollziehbar nachweisen. Natürlich kann man nicht grundsätzlich und in allen Dingen den unentgeltlichen Einsatz erwarten und bedingen, doch muss die Entlohnung nachvollziehbar und nachgewiesen sein. Die derzeitige Gesetzgebung jedoch lässt es zu, dass nicht nachgewiesene Zeit abgerechnet werden darf.

Daher kann nur dringend vor diesen Betreuungsvereinen gewarnt werden.
So kann ich, unter den zur Zeit gültigen Voraussetzungen, nur eingehend raten die Finger von der gerichtlichen Betreuungen zu lassen, es sei denn das die Familie so sehr zerstritten ist und es ein enormes Vermögen zu verwalten gilt, welches alle aus der Familie sich gern unter den Nagel reißen würden.

Man kann nicht genug vor der gerichtlichen Betreuung warnen, es sei denn, man will die totale Enteignung der/des Angehörigen und die Vernichtung der familiären Einheit.

In jedem Fall ist die Betreuungsvollmacht, welche man am Besten schon zu Zeiten der geistigen und gesundheitlichen Blüte aufsetzt besser und ratsamer, denn dann wird der Wille und das Wohl des/der Betroffenen tatsächlich so umgesetzt, wie er/sie es will. Die Familie bleibt dann auch noch die Familie und sollten die Gebrechen bzw. die Gesundheit es dann doch einmal so wollen, dass man in ein Pflegeheim muss, dann sind alle relevanten Dinge schon geregelt und bestellt.

In dieser Vollmacht kann man alles bestimmen und festlegen, was einem unter gewissen Umständen später vielleicht nicht mehr möglich sein kann und von Gerichten, aus nicht nachvollziehbaren Gründen, oft genau gegenteilig und völlig widersinnig entschieden wird.

Daher gilt, dass ich für den Fall, dass ich selbst nicht mehr mein Leben bestimmen kann:

- in einer Vollmacht bestimme, wer die Sorge über mein Geld, Vermögen und eventuelle Besitzungen hat.

- in einer Vollmacht bestimme, wer den Ort bestimmt, an dem ich wohne.

- in einer Vollmacht bestimme, wer zu fragen ist und zu entscheiden hat, wenn es um Operationen oder andere medizinische Eingriffe geht.

- in einer Vollmacht fest lege, wer mich vor Gerichten und Behörden vertritt und meine Interessen wahrnimmt und vieles mehr.

Hierfür gibt es auch Vordrucke, die man sich im Internet herunterladen kann, doch stellen diese immer auf die Generalvollmacht ab, die ebenfalls ihre Tücken hat. Eine Vollmacht, die Stück für Stück regelt, was ein anderer für mich erledigen soll und darf, ist immer besser, als von vornherein eine Generalvollmacht zu erteilen. Oft stehen hinter diesen Angeboten Betreuungsvereine, die nur darauf abstellen, dass Sie bei ihnen „Kunde“ werden.

Durch unsere Gerichte werden dann Leute ins Spiel gebracht, die den Betroffenen nicht nur fremd sind, ihnen oft auch Unbehagen und Angst machen. Hier tauchen Personen auf, die Betreuung als einen Job betrachten, mit dem unter Umständen viel Geld zu verdienen ist.

Doch Betreuung ist etwas anderes, als nur Geld verdienen.

Wer einen Menschen betreuen will, der in Not geraten ist, braucht nicht nur
Lebenserfahrung, sondern auch viel Wissen um die Person, die er betreuen will. Dieses Wissen kann man selten von dem Betroffenen in einem Gespräch erhalten, schon gar nicht dann, wenn sich bei ihm eine Demenzerkrankung aufbaut und somit ist die Form der Betreuung, wie wir sie heute kennen und praktizieren, wie sie von den Gerichten oft auch bevorzugt wird, weder sachorientiert noch logisch sinnvoll. Daher sollte die gerichtlich bestellte Betreuung immer das aller letztes, dass wirklich allerletzte Mittel sein, um die Dinge der Betreuung von bedürftigen Menschen zu regeln. Gerade hier ist die Familie das A und O, denn wer kennt einen besser, als die eigene Familie?!

Darum habe ich eine solche Vollmacht erarbeitet, die man bei mir anfordern kann:

          Bestellung: zur Zeit per e-Mail an Herbert Flügel

Aber damit ist noch nicht genug getan, denn viele von uns werden eines Tages diese Welt verlassen, ohne einen Erben oder Verwandten zu hinterlassen, der sich um die Bestattung kümmern wird. Erst wenn man auch hierfür vorgesorgt hat, kann man unbeschwert das Leben genießen. Sie haben Verwandte und Erben, von denen Sie annehmen oder gar glauben, dass sie eines Tages ohne großes Aufheben diesen Part übernehmen? Verlassen Sie sich nicht darauf, Blut ist nicht immer dicker als Wasser und, wie mir jetzt erst wieder bekannt wurde, verweigern heute mehr Erben eine anständige Beerdigung als man glauben mag.

Auch hier gilt: der kluge Mann / die kluge Frau baut vor.

Was würde passieren, wenn der Fall der Fälle eintritt, wo Sie ihren Willen nicht mehr vorbringen können und eines ihrer Organe dringend benötigt wird? Aufgrund der neuen Gesetzeslage stehen sie als Spender automatisch zur Verfügung, vielleicht kommt vom Empfänger oder seinen Erben noch eine großzügige Spende ans Krankenhaus und ohne das sie oder ihre Familie Einspruch einlegen können wechselt ihr Organ seinen Besitzer. Wenn Sie nun bei diesem Gedanken erschrecken und Angst vor der Zukunft bekommen, dann ist das auch richtig so, schauen Sie nur einmal nach USA, was da schon seit Jahren Gang und Gäbe ist, wird dem mit dieser Gesetzgebung nun auch bei uns Vorschub geleistet.

Reden wir Klartext, was hier zurzeit in Deutschland politisch diskutiert wird und gesetzlich verankert werden soll, ist die Aufhebung der Menschenrechte und Verachtung des älteren und kranken Menschen. Von Mitmenschen möchte ich hier nicht reden, denn den neuen Generationen geht das Bewusstsein für Tradition und Achtung vor dem Alter völlig abhanden. Einhergehend damit ist ein zunehmender Egoismus in unserer Gesellschaft zu verzeichnen, der es zunehmend wichtig macht, seine Angelegenheiten bis ins kleinste Detail vorab zu regeln, dazu gehören:

Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht, Bestimmung für den Fall
meines Ablebens und natürlich das Testament
.

Nun können Sie wählen, ob Sie selbst der Autor ihres Willens sein wollen oder ob Sie diese Aufgabe an einen Notar abgeben, was nicht unter 150 Euro – pro Person – aber teurer zu haben ist. Auch hier geht es letztendlich danach, wie vermögend der Anwalt sie einschätzt und er rechnet zudem jeden Bereich einzeln ab, also zahlen Sie für Patientenverfügung, für Betreuungsvollmacht, für Todesfallerklärung und Testament extra.

Machen Sie es selbst, fallen die Kosten wesentlich geringer aus, zu dem Preis dieses Buches kommen dann noch einmalig 23,50 Euro dazu, 10,00 Euro für die Beurkundung, durch die dafür extra eingerichtete Behörde, und 13,50 Euro für den Eintrag im Vorsorgeregister und alles ist in absolut trockenen Tüchern und exakt nach ihrem Willen ausgefertigt.

Ein Testament kann entweder beim Notar errichtet werden, dann wird es automatisch hinterlegt und bei Eintritt des Erbfalls eröffnet. Man kann ein Testament aber natürlich auch eigenhändig erstellen. Dann stellt sich die Frage: Wo soll ich es aufbewahren, damit es auch sicher gefunden und beim Nachlassgericht abgegeben wird. Besonders dringlich ist diese Frage bei Alleinstehenden, Risiko des Verlegens wegen Demenz, aber auch bei Personen, die ihren nächsten Angehörigen nicht trauen können, ob diese das Testament auch wirklich abgeben, wenn ihnen der Inhalt nicht gefällt.

Die sicherste Lösung ist also die Hinterlegung beim Amtsgerichts. Auch ein handschriftliches Testament kann jederzeit beim Amtsgericht hinterlegt werden. Das Amtsgericht prüft dabei nicht den Inhalt, so kann das Testament im verschlossenen Umschlag abgegeben werden, sondern nimmt es nur entgegen, erfasst die Daten des Testaten, (Testamentsverfassers), hierzu Personalausweis mitnehmen, und benachrichtigt das Geburtsstandesamt des Hinterlegers davon, dass ein Testament in Verwahrung genommen wurde. Das Standesamt informiert hiervon dann später das Nachlassgericht, wenn der Erbfall eingetreten ist. Das Testament kann somit nicht “verschwinden”.

Wer es sich später anders überlegt, kann das Testament natürlich jederzeit wieder aus der Verwahrung abholen. Man kann aber auch schlicht ein neues handschriftliches Testament erstellen und darin den Inhalt des hinterlegten Testaments widerrufen. Es gilt dann das neue Testament, selbst dann, wenn das Alte noch in der Verwahrung des Amtsgerichts verbleibt.

 Das Nachlassgericht berechnet eine einmalige Gebühr, deren Höhe vom Vermögen des Testamentsverfassers abhängig ist. Der Gerichtsmitarbeiter wird den Hinterleger deshalb danach fragen, wie viel Vermögen er oder sie in etwa besitzt beziehungsweise vererbt. Die Gebühren errechnen sich dann nach § 101 Kostenordnung in Verbindung mit der Kostentabelle gemäß Anlage zu § 32 Kostenordnung.
Sie halten sich aber im Rahmen. So kostet die Hinterlegung bei einem Vermögen bis 50.000 Euro beispielsweise 33 Euro; bei einem Vermögen bis 250.000 Euro sind es 108 Euro und bei einem Vermögen bis 500.000 Euro sind es rund 200 Euro.

Das Ehepaar Meier hat den Wunsch, ein notarielles Testament schreiben zu lassen. Sie haben ein gemeinschaftliches Vermögen in Höhe von 250.000,00 Euro. Nach der derzeitig gültigen Gebührenordnung für Anwälte und Notare ist festgeschrieben: 20/10 Gebühren für das Testament, dies wären zur Zeit 864 Euro. Die zusätzliche Gebühr für die Hinterlegung kostet bei diesem Erbfall 108 Euro. Die Brutto – Gesamtsumme für dieses notarielle Beispieltestament beträgt insgesamt also 1.156,68 Euro.

Beabsichtigen Sie ein Berliner Testament zu erstellen, dann würde jeweils einer der Eheleute Alleinerbe über das halbe Vermögen. Also richtet sich die berechnete Gebührenordnung nach dem halben Vermögenswert, der andere gehört dem Erben ja schon. Allein schon das Abfassen eines Testaments durch den Notar / Anwalt kann Unsummen verschlingen, die nicht sein müssen. Die Kosten der Hinterlegung, egal ob nun beim Anwalt oder direkt beim Nachlassgericht, sind gleich, doch fallen die Gebühren weg, wenn man das Testament selbst schreibt.

Patientenverfügung

Betreuungsvollmacht

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