Wer nichts anpackt, der auch nichts bewegt

Christentum - Islam

 Christentum und Islam

 zwei Religionen die mit- und nebeneinander nicht können                                    

Vorwort                                                                       

Da im Laufe der Zeit die Welt immer kleiner wird und die Menschen immer enger zusammenrücken kommt es auch zu Berührungspunkten der unterschiedlichsten Kulturen und sogenannter Religionen. Oft wenden wir in diesem Zusammenhang Begriffe auf Erscheinungsformen an, die im Grunde genommen völlig falsch sind. Wo sich solche Schnittpunkte ergeben, entstehen auch unweigerlich Fragen und Konflikte, weil man von einander entweder wenig oder gar nichts weiß. Dieses führt zu Ängsten bis hin zu Kriegen, die keinen Sinn machen. Anstatt sich mit den Konflikten auseinanderzusetzen schlägt man lieber erst einmal auf einander ein. Dieses Verhalten ist ganz bestimmt nicht christlich, eher aber politisch motiviert.

Doch zunächst müssen wir die Frage klären, was ist Religion und was wollen wir als Religion anerkennen. Vieles wurde und wird als Religion verkauft, was bei genauer Betrachtung nicht einmal das Papier wert ist, auf dem diese Thesen geschrieben stehen. Viele Ideologien tarnen sich, oft sehr erfolgreich und anhaltend, als Religion und verteufeln so den Menschen. Diese Missbräuche gelingen auch heute noch, wo sich der Mensch doch als aufgeklärt und gebildet betrachtet. Nun sind aber nicht gleich alle Ideologien auch Religionen oder als solche angesehen worden, wie zum Beispiel „das dritte Reich“. Auch wenn diese Bezeichnung eine Anspielung auf die Religion darstellen sollte, ist hier ein Zusammenhang im geringsten nicht darzustellen. Wenn man aber das dritte Reich auf die zuvor dagewesenen beiden Kaiserreiche bezieht kann dieser Begriff stehen bleiben. Als Begriff einer religiösen Darstellung fehlt es dieser Zeit an entsprechenden kirchlichen Führern die sich ganz offen zu den Themen und Thesen der Nationallisten bekannte und diese auch von den Kanzeln verkündigten und verteidigten. Dieses jedoch geschah nicht in dem Maße, dass man die damaligen Religionen als politisch involviert ansehen muss. Was man den Kirchen jedoch ankreiden muss, ist ihre Passivität und oft zu starke Obrigkeitshörigkeit, wo doch ein offenes und mahnendes Wort angebrachter wäre. Diese religiöse Vorbild hätte vielleicht etwas Positives in der Bevölkerung bewirken können. 

Was also ist Religion?

Da auch ich nicht über alle Religionen und Ideologien Bescheid weiß, habe ich mich schlau gemacht und natürlich dazu auch meine eigenen Gedanken. Was Sie nun lesen werden, sind zwei Meinungen über die Religionen Christentum und Islam, die wissenschaftlich allgemeine Sicht der Dinge in Normalschrift und dann meine, die gelebte und erlebte eines überzeugten Christen in Kursivschrift. Auch wenn die Überschrift Christentum und Islam heißt, findet hier eher eine Gegenüberstellung dieser beiden Religionen statt, welche ich aus der Sicht eines überzeugten Christen fertige und kommentiere. Christentum und Islam stellen die derzeit beiden größten religiösen Formen dar und deshalb begrenze ich die Betrachtung auf diese beiden Gruppen, da sie auch die größten Differenzen und Unterschiede haben.

Gerade die Lektüre der Darstellung des Islams bestätigte mich in der Überzeugung ein Christ zu sein, da aus meiner Sicht dem Islam wichtige, ja entscheidende Faktoren fehlen, die ich als Grundvoraussetzung für eine Religion ansehe. Allein schon die Entstehung der Religionsform gibt darüber Auskunft, dass es sich hier um eine Ideologie oder noch eher um eine spirituelle politische Form oder um Religion handelt. Es gab und wird wohl noch eine Weile die Verquickung von Politik und Religion geben, da sowohl kirchliche wie auch politische Führer auf das Feld des Anderen noch nicht verzichten wollen und wohl auch nicht können. Die Trennung von Politik und Religion fällt nicht immer leicht und ist oft auch gar nicht durchführbar, weil sich die Beantwortung so mancher politischer Frage nicht ohne religiöser Beeinflussung treffen lässt. Unsere Gesetze und Verfassungen sind oftmals Zeugen von religiösen Einflüssen, was allerdings umgekehrt nicht der Fall ist. Auch wenn sich die Konfessionen von Zeit dem weltlichen also politischem Treiben annähert, ist dies kein Zeichen dafür, dass die Politik die Religion verändert oder gar beeinflusst hat oder beeinflussen kann. Die Grundwerte, welche die Religion ausmachen, stehen unerschütterlich fest, denn sie wurden nicht von Menschenhand sondern von Gott geschaffen

So ist für mich Religion eine Kraft im Leben der Menschen, die uns auf der einen Seite unsere Fehlerhaftigkeit vor Augen hält und auf der anderen Seite Auswege daraus aufzeigt. Sodann sind die Auswege welche die Religionen anbieten zu prüfen, wenn nötig auch vergleichend gegenüber zu stellen. In gleicher Weise wird die Religion mich von der Nutzlosigkeit meines Handelns belehren und mir aufzeigen, dass es ein höheres Wesen als mich gibt, dass den rechten Weg kennt und ihn mit mir geht.

Sodann ist Religion keine sinnlose Anforderung an mich, die mir Vorgaben ohne Ende gibt und dann mit der Bewältigung allein lässt. Nein, Religion geht weit darüber hinaus. Sie, die Religion, gibt mir Gewiss in meinem Denken und überfordert meinen Geist nicht. Sie ist warmherzig und so sehr auf Gott ausgerichtet, dass ich seine Größe und Wahrhaftigkeit ohne Probleme erkenne und doch lässt sie mir die Freiheit mich gegen sie zu entscheiden. In gleicher Weise gibt sie mir die Zuversicht, dass wenn ich einmal vom Weg abkomme, immer wieder von ihr Hilfe bekomme und auch erwarten darf, um auf den Weg zurück zu kommen und zu finden. Dies ist vielleicht der wichtigste Punkte, mit dem man die Religionen, die sich einem anbieten, auf Inhalt und Gehalt zu prüfen, wenn unser Glaube so klein und schwach ist.

Dieses höhere Wesen, welches über uns steht, ist Gott, der keinen weiteren Namen benötigt. Von einer guten Religion erwarte ich, dass sie Liebe, Geduld, Aufmerksamkeit und Achtung des anderen Leben und dieser Erde lehrt, damit mein Leben einen nachhaltigen Sinn erhält. Religion widerspricht dem Krieg und meidet alles was mit Krieg zu tun hat. Wenn einer von Krieg reden und ihn führen darf, dann ist es ausschließlich Gott. So lesen wir dann auch in Offenbarung der Christen das Gott dermaleinst seinen Krieg gegen den Teufel zur Erlösung der Menschen führen wird, was jedoch weder etwas mit den von uns angezettelten und geführten Kriegen zu tun hat noch zu vergleichen ist. Die Kriege, welche die Menschen bisher hier auf Erden geführt haben, sind alle aus Rache und Habgier geführt worden, aber nie auf Geheiß und unter Führung Gottes. Auch wenn die Islamisten oder und auch Muslime immer von heiligen Kriegen und der Mutter aller Schlachten sprechen, werden diese unsinnigen mörderischen Machtspiele nichts anderes bleiben als sinnloses Morden und Gott nicht gefällig.

Messe ich an diesen Bedingungen die Religionen, dann müssen alle die automatisch verlieren, die Krieg und Unterdrückung lehren. Natürlich hat jeder das Recht, dass was er als Glaube ansieht und praktiziert auch Religion zu nennen, doch gleichzeitig muss man aber auch von ihm erwarten können, dass er es zulässt, dass man ihn und seinen Glauben in Frage stellt. Wer dieses „ in Frage stellen“ nicht akzeptieren und dulden kann, der gibt Zeugnis davon, dass es sich bei seinem Glauben nicht um eine Religion sondern doch eher um eine Ideologie handelt, denn Ideologien dulden keinen Widerspruch und schon gar nicht ein „in Frage stellen“. Religion also überzeugt aus sich heraus, braucht weder Gewalt noch einen irdischen Herrscher. Religion braucht auch keine Götzen oder andere Kultbilder und Plastiken, damit der Glaube etwas Sichtbares hat. Religion verinnerlicht sich im Menschen und gibt ihm daher Halt.

Da zur Zeit eine enorme Verflechtung der Länder und somit auch der Völker und Kulturen, zu denen man auch die Religionen oder sagen wir lieber religiöse Formen rechnen muss, statt findet, ist es mehr als notwendig und auch legitim über die Verträglichkeit der Kulturen, Religionen und sonstigen Unterschiede nachzudenken und wenn nötig zu informieren. Es gibt meiner Ansicht nach, dies wird sich auch noch im Nachfolgenden deutlich zeigen, nur zwei wirkliche Religionen und zwar das Judentum und das daraus entstandene Christentum. Alles andere ist entweder billiger Abklatsch oder eine mit christlichem Einfluss gewachsene Götzenkultur, die jedoch wenig mit einer echten Religion zu tun hat.

So lesen Sie nun im linken Kasten die Darstellung des Christentums und im rechten Kasten die Darstellung des Islams. Dort wo Sie in den Kästen kursive Schrift lesen, finden Sie meine Auslegung und Kommentierung dazu.

Christentum

Islam

Das Christentum ist mit rund 2,26 Milliarden Anhängern vor dem Islam (rund 1,43 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 900 Millionen) die am meisten verbreitete Religion der Erde. Gelegentlich wird mit dem Begriff auch die Christenheit – die Gesamtheit der Anhänger dieser Religion – bezeichnet.

Das Kreuz und der Fisch sind zwei der Zeichen des Christentums.

Bezeichnung

Der Begriff „Christentum“ (v. griech. christianismós) wird erstmals in einem Brief des syrischen Bischofs Ignatius von Antiochia erwähnt. Die Anhänger des Christentums nennen sich selbst Christen, nach Jesus Christus. Die Apostelgeschichte 11,26 erzählt, dass die Nachfolger Christi den Namen Christen zuerst von den Nichtchristen der zum Römischen Reich gehörenden syrischen Stadt Antiochia am Orontes erhielten, in welche sie nach den ersten Verfolgungen in Palästina geflohen waren.

Der Islam (arabisch islām, „Unterwerfung (unter Gott) / völlige Hingabe (an Gott)“ ‏الإسلام‎ al-islām, „der Islam“) ist mit rund 1,2 bis 1,57 Milliarden Anhängern nach dem Christentum (ca. 2,2 Milliarden Anhänger) die zweitgrößte Weltreligion. Seine Anhänger bezeichnen sich im deutschsprachigen Raum als Muslime oder Moslems. Der Islam ist eine monotheistische abrahamitische  Religion, die sich vom Polytheismus und Dreifaltigkeit abgrenzt. Bestimmendes Element ist die Lehre vom tauhīd

Da der Tauhid nicht im Koran vorkommt, ist davon auszugehen das er erst später eingefügt, also nicht von Mohammed kreiert wurde und somit auch kein Bestandteil des Islams sein dürfte. Seine Deutungen und Möglichkeiten der Auslegung lassen zudem eine tiefe Spaltung innerhalb des Islams und seiner Anhänger erkennen. Diese Gespaltenheit jedoch zeigt, dass dies hier keine Religion ist, zumindest keine die einen Platz unter den großen Religionen der Welt hat oder der ihr zugesprochen werden darf.

Gerechter Weise muss hier angeführt werden, dass auch die Christen in ihrer Vergangenheit Spaltungen gehabt haben die bis ins Heute reichen und wirksam sind. Noch heute hängen einige der daraus hervorgegangenen Gruppen so manchen Riten an, die puren Götzenkult darstellen.

So hat sich Christus nicht immer verkleidet und ein besonderes Gehabe an den Tag gelegt, wenn er zu den Menschen sprach. Doch was machen vor allem die sogenannten großen Kirchen, allen voran die katholische? Da wird ein fürchterlicher Zirkus mit den sogenannten liturgischen Gewändern getrieben, dass man eher glauben kann man ist in einem Zirkus als in einem Gottesdienst. Christus hat uns Einfachheit und Demut vorgelebt, nicht protzen und Selbstverherrlichung. Auch der Kult, welcher um den Papst [a]gemacht wird, ist Götzendienst und verdrängt Christus, der Mensch wird plötzlich wichtiger und steht mehr im Mittelpunkt. Zieht man jetzt dazu noch vergleichend die Vergangenheit des Papstwesens mit in Betracht, dann schneiden die Christen dieser Richtung ganz schlecht ab. Mit dem Papst wurde dem Christentum kein Dienst und schon gar nicht ein guter Dienst geleistet, denn was aus diesem „Amt“ an Sünde auf die Menschheit geladen wurde, das geht auf keine Kuhhaut.

Doch bei allem was Recht ist, das Christentum in seiner reinen Form ist dem Islam wie auch dem Katholizismus weit überlegen und in Wahrheit eine Religion. Auch wenn man von Christus sagt, dass er nie eine Religion schaffen, sondern den Juden die Augen öffnen wollte, damit sie wieder zu ihrem Gott zurückfinden, so hat doch Gott mit seinem Wirken diese neue Religion geschaffen, damit alle Menschen davon profitieren.

Dieses ist nun die zentrale Aussage des Christentums, welche auch allgemein gilt, dass Gott seinen Sohn auf diese Welt geschickt hat, damit alle die seinen Worten und Taten glauben und nacheifern das ewige Leben finden. Dieses war bis zum Todestag Christi dem Volk Israel, als dem auserwählten Volk, vorbehalten. Doch ihr stures Verhalten gegen Gott hat ihnen dieses Vorrecht genommen und Christus hat es, im Verbund mit seinem und unserem Vater der ganzen Welt gebracht, ohne jegliche Vorbedingung.

Im Christentum gibt es generell nur einen Namen für den Höchsten und das ist Gott.

Das Wort Allah ‏الله‎ / Allāh /„der (einzige) Gott; Gott“ gilt in den arabischsprachigen Ländern sowie in Indonesien sowohl den Christen als auch den Muslimen als das Wort für „Gott“. In anderen Sprachräumen wird „Allah“ teilweise als „Gott der Muslime“ betrachtet.

In den westlichen, christlich geprägten Sprach- und Kulturräumen steht Allah ausschließlich als Gott des Islams/der Muslimen. Vergleichen wir doch einmal das jeweilige Verständnis von Gott, wie ihn die Christen sehen und deuten und wie Allah im Islam beschrieben wird, dann werden wir sehen, dass es sich hier um zwei unterschiedliche und verschiedene Wesen handelt, so dass eine Gleichsetzung aus der Sicht der Christen schon eine Gotteslästerung darstellen dürfte. Wo der Gott der Christen Vergebung, Frieden und Liebe groß schreibt, ja seinen Kindern als zum nachahmen wärmstens empfiehlt, da befürwortet der Gott des Islam Krieg, Hass, Totschlag und ist selbst sehr Rachsüchtig.

Nein, Unterschiede können nicht größer sein.

Auch wenn der Gott der Christen von sich sagt, die Rache ist mein, dann will er damit zum Ausdruck bringen, dass er die Größe besitzt, die die Dinge überschauen lässt und nur er kann erkennen und entscheiden wo es nötig ist Rache zu üben, denn nur er hat auch das Recht dazu.

Ursprung

Das Christentum ist eine gestiftete, monotheistische und missionierende Religion. Seine Wurzeln liegen im Judentum, in Palästina, zur Zeit der römischen Herrschaft zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Das Christentum geht zurück auf die Anhänger des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazaret. Jesus wird von den Christen als der Christus (der Gesalbte), also der jüdische Messias, verehrt sowie als der Mensch gewordene Sohn Gottes.

Der Islam gründet sich auf den Koran, der für die gläubigen Muslime als das unverfälschte Wort Gottes die ranghöchste Quelle des Glaubens darstellt. Die zweite Erkenntnisquelle, neben dem Koran, sind die Worte und Handlungen (Sunna) Mohammeds, des „Gesandten Allahs und Siegels der Propheten“ (Sure 33:40).

Die Lehre Christi basiert auf den Aussagen des Judentums, welche uns Christen heute durch das alte Testament vermittelt werden. Auch wenn die Wissenschaftler Jesus als einen Wanderprediger sehen, so ist er doch mehr, nämlich der Mensch gewordene Sohn Gottes. Das nun das Evangelium dieses Christus nicht im Raum stehen geblieben ist, weil die Israelis damals nicht auf ihn und ihren Gott hören wollten, sondern der ganzen Welt zusteht, geht auf Matthäus 27 Vers 19 und 20 zurück. Dort lesen wir: darum gehet hin und machet alle Völker zu Jüngern und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe! Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.

Gott hat diesen neuen Bund mit allen Völkern dieser Erde geschlossen, weil sein bisher auserwähltes Volk nicht hören

und umkehren will. Nachdem dieses Volk seinen Sohn gekreuzigt hatte wurde für uns der Weg frei zur Gemeinschaft mit Gott, in und durch Christus. Unser bekundeter Glaube, welcher zur Taufe führt, bringt uns zu Gott und macht uns als Christen zu Privilegierte unter den Menschen. Wenn wir nun dem Gesetz Christi, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, folgen, dann erfüllen wir Gottes Willen auf Erden.

Wenn sich nun der Islam auf Gott den alleinigen Herren dieser Erde/Welt beruft, jedoch den Koran, die Worte und Handlungen des Mohammed als Grundlage des Glaubens ansehen, kann dieser Glaube absolut nichts mit Gott zu tun haben. Gott ist einmalig und kann nicht in verschiedene Personen und oder Wesen geteilt werden und Gott teilt seinen Platz auch nicht mit einem anderen, schon gar nicht mit einem vermeintlich gesandten.

Weder Christus noch Mohammed haben die Größe und das Recht sich Gott gleich zusetzen und ihre Taten und Reden seinen Anweisungen gleichzustellen oder sich gar über ihn zu ordnen, was Christus nachweislich nicht tut. Wenn Gott nun dieser Allah wäre, wie ihn die Muslime darstellen, dann ist er eine traurige Figur, die mit seinem angeblichen Gesandten um die Gunst der Menschen feilschen und wettstreiten muss. Doch der Gott der Christen ist ein liebender, väterlicher und nachsichtiger Gott, dem es auf die Umsetzung der Liebe zu einander und untereinander ankommt.

Selbstverständnis

Der Kern der christlichen Religion rührt her, nach ihrem Selbstverständnis, aus der bedingungslosen Liebe Gottes gegenüber den Menschen. In dieser Liebe, in der sich Gott offenbart bzw. sich selbst erschließt, wird die Beziehung Mensch-Welt-Gott geklärt. Das Christentum versteht sich selbst als der alleinige Ort, an dem sich Gott den Menschen zugewandt hat oder zumindest als der Ort, an dem er dies in angemessenster, geklärtester und unüberhörbarer Weise getan hat. Nach der ersten Position werden alle anderen Religionen als Versuche des Menschen angesehen, mit seinen Anstrengungen und „Werken“ Gott, oder dem, was er dafür hält, zu gefallen und sich ihm zu nähern; die andere Position vertritt den Absolutheitsanspruch des Christentums, beruhend auf dem Bibelzitat: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Johannes 14,6)

Der Islam ist über die Religion hinaus auch ein Kulturraum. Die wissenschaftliche und künstlerische Blütezeit der islamischen Kultur wird traditionell zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert datiert. Heute wird die Datierung oft bis ins 15. oder 16. Jahrhundert ausgeweitet. Und, was immer verschwiegen wird, der Islam ist auch, vielleicht sogar vordringlich, eine politische Grundrichtung.

Mit dem Zitat aus Johannes 14 Vers 6 hat Christus deutlich gemacht, dass er nicht nur der Sohn Gottes ist, sondern auch den Weg aufgezeigt der zu diesem Gott führt. Gott ist nicht sofort und unabdingbar für alle Menschen da und verfügbar, sondern auch der Weg zu und mit Gott hat seine Bedingung und die heißt Christus!

Gut, das der Islam eine Kultur darstellen möge, damit kann man sich anfreunden, die sich zunächst auf den arabischen Teil des heutigen Nahen Osten beschränkte. Doch Kultur gleich Religion zu setzen, das widerspricht mir doch sehr. Auf die sogenannte Kultur haben weltliche und andere nicht religiöse Einflüsse oft einen größeren Bezug als die Religion selbst. Doch schauen wir erst einmal weiter, dann lässt sich vieles auch besser und leichter erklären.

Lehre und Dogmen

Christlicher Lehre zufolge, die wiederum auf dem biblischen Zeugnis basiert, hat sich Gott in Jesus Christus der sündigen Menschheit zugewandt. Der Tod Jesu Christi am Kreuz wird dabei als dienende Erlösertat Gottes angesehen. In Jesus sei somit die Schuld und Sünde der gesamten Menschheit aufgehoben, wobei diese Sündenvergebung für den einzelnen in der von Gott geschenkten glaubender Annahme abhänge. Die Glaubensgewissheit liegt für Christen in den Ereignissen zu Ostern begründet, dem dritten Tag nach Jesu Kreuzigung, an dem Gott an Jesus die Auferstehung bzw. Auferweckung als erstem von allen Menschen gewirkt und somit die Botschaft („Reich Gottes“) dieses Jesus von Nazareth bestätigt haben soll. Auf diesen Oster- bzw. Auferstehungsglauben gründet sich die christliche Gemeinschaft („Kirche“). Diesen Glauben versuchte man, zusammen mit der Erinnerung an Jesus von Nazareth als dem Verkünder der Botschaft Gottes im schrittweise verfassten neutestamentlichen Kanon festzuhalten und zu bewahren, so dass die Einheit der Christlichen Lehre gewahrt bliebe. Ein wesentliches Kennzeichen dieses Kanons sind die – durch die anfängliche Gemeinde – auf Jesus von Nazareth übertragenen alttestamentlichen Hoheitstitel wie „Christus/Messias“, „Sohn Gottes“ und andere (vgl. „erneuerte jüdische Tora“ (Benedikt XVI.)). Vom Wesenskern her könnte man das Christentum als ein von Jesus von Nazareth reformiertes Judentum bezeichnen. Jesus selbst wird zuweilen auch die erneuerte Tora oder der dritte, nicht von Menschenhand erbaute Tempel genannt.

Die Entstehung des Islam

Mohammed (‏محمد‎, „der Hochgelobte, Vielgepriesene“) wurde um 570 nach Chr. als Sohn eines Kaufmanns aus dem Stamme der Quraisch

Mohammeds Offenbarungen wurden bereits zu Lebzeiten laufend gesammelt und kontrolliert, und schließlich unter der Regierung Uthman ibn Affans, des dritten der so genannten rechtschaffenen Kalifen, gesammelt und kanonisiert. Die von Mohammed verkündete Botschaft eines kompromisslosen Monotheismus fand im polytheistischen Mekka jener Zeit wenige Anhänger, und die junge muslimische Gemeinde sah sich unter dem Druck ihrer Gegner gezwungen, Mekka zu verlassen und in das nördlich gelegene Yathrib auszuwandern. Dieses Ereignis ging als Hidschra

 

 

Erstaunlich wird die Sache, wenn behauptet wird, dass der Erzengel Gabriel, ein Engel aus der jüdischen Mythologie, welcher oft auch mit Christus gleichgesetzt wird, der Überbringer der Offenbarung Allahs sein soll.

Mohammed, mit den Geschäften und Methoden seines Vaters und des ganzen Stammes, den Quraisch

Hass ist weder bei dem Gott der Juden noch bei dem Gott der Christen zu finden, so dass man Allah nicht gleich mit unserem Gott setzen kann und darf, denn Allah lässt diesen Hass zu, ja er schürt ihn sogar. Auch kann man Mohammed gerade wegen dieser durchaus rein menschlichen Regung nicht als Propheten in der Reihe mit Christus sehen. Christus ist im Wesen und Verständnis ein völlig anderer, der sich seines Auftrages und der Nähe zu Gott zu jedem Zeitpunkt voll bewusst war und ist. Auch die anderen Propheten, von denen uns das alte Testament berichtet, sind da ganz anders „gestrickt“ und lassen einen Mohammed als Gesandten Gottes als völlig absurd erscheinen. Christus als einen Propheten zu sehen ist nicht unbedingt falsch, doch hebt er sich innerhalb dieser Wesen genauso ab, wie zu den Menschen allgemein. Gerade aber dieser deutlich sichtbar werdende Unterschied macht es deutlich, dass es sich hier in der Tat um den menschgewordenen Sohn Gottes handelt. Seine Aura hat soviel göttliches und seine Werke sind mit einer starken Macht ausgestattet, dass alles nur auf Gott hinweist.

Zudem wird andererseits berichtet, dass Mohammed Analphabet gewesen sei, womit ihm der Engel nichts diktiert haben kann. An anderer Stelle lesen wir, dass Mohammed die Worte zur Niederschrift weitergab, was ein Indiz darauf ist, dass die Worte nun nicht mehr die des Engels sind, sondern mit seinen Gedanken und Vorstellungen vermischt wurden.

Diese Darstellung ist auch ein starker Kontrast zum Christentum, wo ein Jünger Jesu die Offenbarung durch den Engel des Herrn diktiert bekam. Jedoch mit dem Unterschied, dass dieser Mann, Johannes mit Namen, des Schreibens kundig war und alles so niederschrieb, wie es ihm der Engel des Herrn kund tat. Egal welche Form der Niederschrift wir bei Mohammed wählen, es ist bei den Christen abgekupfert worden. Allein schon der zeitliche Abstand zwischen Islam und Christentum lässt keine andere Deutung zu, als das Mohammed, wenn überhaupt, sich hier des Christentums bediente und ihm einfach eine neue Lesart gab.

Kalifen sind politisch religiöse Führer, so wie sie uns aus dem Mittelalter als Kirchenfürsten in Europa bekannt sind, wo sich der Adel es anmaßte religiöse Posten und Titel anzueignen, obwohl sie weder menschlich noch vom Inhalt dazu berechtigt waren. Auch hier wird deutlich, dass lediglich aus einer anderen Religion abgekupfert wird.

Den Israelis wurden, dank der Juden, alle Erlebnisse mit ihrem Gott und dessen Prophezeiungen aufgezeichnet und in einer Lade, der Bundeslade, gesammelt. Hier haben die Anhänger des Mohammed das Sammeln abgeschaut, die Kanonisierung wurde erst viel später erfunden.

(Kanonisieren= die Übernahme autoritativer Schriften in den Lehrplan einer Wissenschaftsrichtung.)

Zur Zeit Mohammed lebte auch sein Stamm in einer Kultur die, im Gegensatz zu den Christen und Juden, mehrere Götter anbeteten. Vielleicht mag ihn dies gestört haben und deshalb sann er darauf eine neue Religion zu initiieren, die nur einen Gott hat, auf jeden Fall wurde, wie wir später noch erfahren, eher eine politisch militärische Ideologie daraus. Veränderungen an Kulturen und Gesellschaften gehen oft mit Kriegen einher, weil Menschen sich nicht einfach „ umdrehen“ lassen, sich oft vehement dagegen wehren. Mit Sicherheit hat auch Mohammed diese Erfahrung machen müssen, was aber die Kriege gegen die eigenen Familie nicht rechtfertigt.

Seine und die Flucht seiner Anhänger aus Mekka (622 n. Chr.) veranlasste ihn zu militärischen Aktionen und brutalen Handlungen gegen die eigene Familie, so dass hierin ein weiteres Indiz gesehen werden muss, warum Christentum, Judentum und Islam weder eine gemeinsame Grundlage noch eine Zukunft in Form des Zusammenlebens haben können. Auch wenn das alte Testament von unzähligen Kriegen berichtet, sind das alles von Gott geführte Kriege, in denen er sich des Volkes Israel bediente. Auseinandersetzungen, welche ohne Gottes Willen geführt, brachten nur Elend und Niederlagen.

Islamische Zeitrechnung, was ein Quatsch! Auf der einen Seite heißt es Mohammed wurde 570 Jahre nach Christus geboren und dann wollen die auf der anderen Seite eine eigene Zeitrechnung anfangen!? Wenn sie nun selbst sagen, dass ihr Mohammed 570 Jahre nach Christus geboren wurde, dann belegen sie gleichzeitig damit, dass sie die Zeitrechnung der Christenheit übernommen und anerkannt haben. Zu diesem Zeitpunkt, 570 Jahre oder später nach Christus eine neue Zeitrechnung anfangen zu wollen ist nicht nur dumm, sondern völlig neben der Sache. Auch eine eigene Zeitrechnung kann die Tatsachen nicht verdrehen und diese Religion glaubhafter machen, denn sie muss sich immer an der richtigen Zeit messen lassen.

Schließlich was ist das für ein Gott und Religionsführer dessen Schriften Werke ständig kontrolliert und revidiert werden müssen? Wer oder welches Gremium ist dazu berechtigt, die Worte des Höchsten zu prüfen und auf Wahrheit und Reinheit zu kontrollieren? Eine Religion die gegen sich selbst so misstrauisch ist, kann keine Religion, zumindest keine ernstzunehmende Religion darstellen.

Verbreitung

Die christliche Religion, alle Glaubensrichtungen zusammengenommen, ist die zahlenmäßig bedeutendste Weltreligion; es wird geschätzt, dass ungefähr ein Drittel aller Menschen auf der Welt einer der christlichen Kirchen angehören. Diese Zahlen beruhen jedoch nur auf Schätzungen, da die Definitionen, wer als Christ mitzuzählen sei und wer nicht, auseinandergehen. Die meisten staatlichen Statistiken werden auf Selbstbezeichnungen der einzelnen Staatsbürger oder Hochrechnungen zurückzuführen sein, manchmal auch auf amtliche Listen. In vielen Ländern der Erde werden Christen auch heute verfolgt, so dass von dort auch nur sehr ungewisse Zahlen vorliegen.

 

In Yathrib begann zugleich die politische und militärische Karriere des Propheten. Bald nach seiner Ankunft in der Oase schloss Mohammed einen Bündnisvertrag mit der dortigen Bewohnerschaft, die sog. "Verfassung von Medina". Des Weiteren kam es zur militärischen Konfrontation mit den heidnischen Quraisch: Die vom Propheten organisierten Karawanenüberfälle führten zur Schlacht von Badr, auf die die Schlacht von Uhud folgte. Als letzter großer Angriff der Quraisch auf Medina galt die sog. Grabenschlacht. Währenddessen kam es zur Auseinandersetzung mit den drei wichtigsten jüdischen Stämmen Yathribs: Die Banu Qainuqa und die Banu Nadir wurden aus der Oase vertrieben, während die Männer der Banu Quraiza exekutiert, ihr Besitz unter den Muslimen verteilt und ihre Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft wurden. Der Krieg Mohammeds und seiner Anhänger gegen die Quraisch und ihre Verbündeten führte zu einem Friedensvertrag 628 n. Chr. Auf den Bruch dieses Vertrags von Seiten der Mekkaner folgte die Eroberung Mekkas 630 n. Chr. Als der Prophet 632 n. Chr. starb, erstreckte sich der islamische Machtbereich über die gesamte arabische Halbinsel.

Mohammed und seine Anhänger waren im Grunde genommen reine mordlustig Barbaren, von Religion nicht die geringste Spur.

Religion (lat: religio, zurückgeführt auf religere = immer wieder lesen; oder religare = zurückbinden) bezeichnet eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene des Glaubens an eine „andere Welt“ der Gottheiten oder der Spiritualität, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs ‚Religion’. Mit der wissenschaftlichen Erforschung von Religionen und Religiosität befassen sich besonders die Religionswissenschaft, Religionsgeschichte, Religionssoziologie, Religionsethnologie, Religionsphänomenologie, Religionspsychologie, Religionsphilosophie und in gewisser Weise auch die Theologien. Religiosität und Religionen, ihre Glaubensaussagen, Konzepte, Institutionen und Erscheinungsformen werden durch Formen der Religionskritik punktuell und auch grundsätzlich in Frage gestellt.

Alltagssprachlich werden die Ausdrücke ‚Religion’, ‚Religiosität’ und religiöser „Glaube“ oft gleichbedeutend verwendet. Insbesondere seit Karl Barth wird jedoch auch Religion im Sinn einer natürlichen menschlichen Anlage dem Glauben an dazu oft querliegende Inhalte überlieferter Offenbarung entgegengesetzt. Zahlreiche Religionen sind als Institutionen organisiert, dabei kann in vielen, aber nicht allen Fällen auch von einer Religionsgemeinschaft gesprochen werden.

Nichts ist schwerer als Religion zu definieren, umso genauer kann man darstellen und definieren was nicht Religion oder Religiosität ist. Alles was fanatisch verfolgt wird und ohne Wenn und Aber den Anderen verteufelt, jede andere Art des Glaubens seine Berechtigung abspricht, dass ist Ideologie, nicht Religion. Münzt man dieses auf den Islam, so erkennt man sofort das wir es hier mit einer Ideologie zu tun haben, die ihresgleichen sucht.

 

In der antiken Welt gab es fünf christliche Patriarchate, denen jeweils die lokalen Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe unterstellt waren: Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem. War über wesentliche Lehrfragen zu entscheiden, wurde ein Konzil (eine Versammlung von Bischöfen) einberufen. Das höchste Ansehen genossen die ökumenischen Konzile, in denen Bischöfe aus allen Patriarchaten zusammenkamen; allerdings hatten auch diese nicht „das letzte Wort“, denn mehreren Konzilien, die sich selbst als „ökumenisch“ betrachteten, wurde dieser Status wegen mangelnder Zustimmung der Ortskirchen später aberkannt. Insgesamt gab es zwischen 321 und 787 sieben ökumenische Konzile, die bis heute von orthodoxen, katholischen und den meisten evangelischen Kirchen anerkannt werden; einige protestantische Kirchen lehnen allerdings das Zweite Konzil von Nicäa wegen seiner Befürwortung der Bilderverehrung ab.

Zu einer ersten Spaltung kam es 431 nach dem Konzil von Ephesos (Abspaltung der Apostolischen Kirche des Ostens („Nestorianer“). Auf dem folgenden ökumenischen Konzil von Chalcedon wurde die Natur Christi als zugleich menschliche und göttliche definiert. Die miaphysitischen Kirchen, zu denen unter anderen die Koptische Kirche und die syrisch-orthodoxe Kirche gehören, betonen die Einigung (Enosis) der menschlichen und der göttlichen Natur Christi und lehnen die Lehre eines „zweifachen Christus“ ab, wie er im extremen Dyophysitismus vertreten wird. Die Reichskirche rezipierte die gemäßigte Zwei-Naturen-Lehre des Chalcedonense, so dass sie Bestandteil der Dogmatik der meisten heute existierenden Konfessionen ist.

In den folgenden Jahrhunderten vertiefte sich in der Reichskirche die Entfremdung zwischen der östlichen und westlichen Tradition bis zum definitiven Bruch. Die westliche Tradition entwickelte sich in der Spätantike und im frühen Mittelalter im weströmischen Reich, während die östliche Tradition in Konstantinopel, Kleinasien, Syrien und Ägypten entstand (Byzantinisches Reich). Die eigentlich dogmatischen Unterschiede bleiben zwar gering, aber die römische Kirche hatte in dieser Zeit Lehren entwickelt, die nicht von ökumenischen Konzilien abgesegnet worden waren (z. B. Erbsündenlehre, Fegefeuer, Filioque, päpstlicher Primat). Weitere Unterschiede bestanden seit langem bezüglich politischer Umgebung, Sprache und Fragen des Ritus und der Liturgie (Samstagsfasten, Azyma). Die Situation spitzte sich im 11. Jahrhundert zu, so dass es 1054 zu einer gegenseitigen Exkommunikation zwischen dem Papst und dem Patriarchen von Konstantinopel kam. Dieses Datum gilt üblicherweise als Beginn des Morgenländischen Schismas.

Die Westkirche erfuhr durch die Reformation des 16. Jahrhunderts eine tiefgreifende Spaltung. Die Anliegen der Reformatoren betrafen vor allem das Kirchen- und Sakramentsverständnis und die Rechtfertigungslehre. Die reformatorische Bewegung führte zu mehreren parallelen Kirchenbildungen, von denen sich im weiteren Verlauf neue Gruppierungen lösten, die in den folgenden Jahrhunderten zum Teil zu Kirchengemeinschaften zusammenfanden.

Nach ersten Ansätzen im 19. Jahrhundert (z. B. Bonner Unionskonferenzen), kam es im 20. Jahrhundert zu einer Annäherung zwischen den Konfessionen und zu Formen des Dialogs und der Zusammenarbeit, die sich unter dem Stichwort Ökumenische Bewegung zusammenfassen lassen. So sehen sich heutzutage Kirchen, die die zentralen Elemente der christlichen Lehre ebenfalls bejahen, als Schwesterkirchen, oder sie engagieren sich in ökumenischen Foren, wie beispielsweise dem Weltkirchenrat oder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. In der evangelikalen Tradition ist die ökumenische Zusammenarbeit mit Kirchen, die dieser Tradition nicht angehören, umstritten. Die römisch-katholische Kirche lehnt eine Mitgliedschaft im Weltkirchenrat ab.

Grundlagen des Islam

Das siebenmalige Umschreiten der heiligen Kaaba ist der wichtigste Bestandteil der Haddsch, der Pilgerreise der Muslime nach Mekka.

Die Kaaba (arabischالكعبة‎, DMG al-Kaʿba, „Kubus; Würfel“) ist das zentrale Heiligtum des Islam. Sie befindet sich im Innenhof der großen Moschee (al-Masdschid al-Haram) in Mekka, Saudi-Arabien.

Die fünf Säulen

Die fünf „Säulen“ (arabisch ‏اركان‎ arkān) des Islam sind die Grundpflichten, die jeder Muslim zu erfüllen hat:

  • Schahada (islamisches Glaubensbekenntnis)
  • Salat (fünfmaliges Gebet)
  • Zakat (Almosensteuer)
  • Saum (Fasten im Ramadan)
  • Haddsch (Pilgerfahrt nach Mekka)
  • Glaubensbekenntnis

    Die erste dieser Pflichten ist das muslimische Glaubensbekenntnis, oder Schahada (arabisch ‏الشهادة‎ aš-šahāda), das wie folgt lautet:

    aschhadu an lā ilāha illā 'llāh wa-aschhadu anna Muhammadan rasūlullāh / ‏أشهد أن لا إله إلا الله وأشهد أنّ محمدا رسول الله ‎ / ašhadu an lā ilāha illā 'llāh, wa-ašhadu anna muḥammadan rasūlu 'llāh /„Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.“

    Mit dieser, aus zwei Teilen bestehenden, Formel bekennt sich der Muslim eindeutig zum strengen Monotheismus, zu Mohammeds prophetischer Sendung und zu dessen Offenbarung, dem Koran, und somit zum Islam selbst.

    Wer das Glaubensbekenntnis bei vollem Bewusstsein vor zwei Zeugen spricht, gilt als Muslim.

Wer genau hinschaut erkennt auch hier eine große Ähnlichkeit zum Christentum. Während Christus als der Sohn Gottes, geboren als Mensch, von den Christen anerkannt und gesehen wird, behauptet Mohammed lediglich ein Prophet seines Allahs zu sein. Seine Anhänger stellen ihn, Mohammed, aber mit diesem Bekenntnis auf die gleiche Stufe wie Allah, denn Mohammed sei ja der Gesandte Allahs. Christus ist aber der Gesandte Gottes, der dieser Welt ein Zeichen sein soll, nicht ein Mörder und Unterdrücker, sondern ein Befreier von allem Übel.

Wenn nun der Gott der Israelis, der Christen und der Muslime der gleiche Gott sein soll, dann muss er schizophren im Sinne einer gespaltenen Person sein, denn nur solche Menschen und Wesen haben zwei Persönlichkeiten, die sie unwillkürlich einsetzen. Doch dieses anzunehmen widerstrebt mir noch mehr als Mohammed als einen Gesandten Gottes zu sehen. Gott ist allmächtig und im Gegensatz zu uns wirklich Herr seiner Sinne und daher kann Mohammed niemals ein Gesandter noch ein Prophet des gleichen Gottes sein! Gott hat mit Christus den letzten Beweis seiner außerordentlichen Liebe zu uns Menschen auf diese Erde gesandt, so dass es keines weiteren Propheten bedarf. Zudem widersprechen seine Mordtaten der Sendung durch Gott. Gott hat sich allein das Recht vorbehalten am Ende aller Tage Gericht über die Menschen zu halten und dann über Leben oder Tod zu entscheiden. Diese Darstellung eines Gottes macht Sinn.

Aber warum sollen irgendwelche Kraftakte, wie das siebenmalige Umschreiten der Kaaba, meinen Glauben reiner machen und meine Taten besser dastehen lassen? Der Götzenkult hat da noch manch härtere Prüfungen.

 

Die ersten Christen waren Juden, die sich zum Glauben an Jesus Christus bekannten. In ihm erkannten sie den bereits durch die biblische Prophetie verheißenen Messias (griechisch: Christos latinisiert Christus), auf dessen Kommen das Judentum bis heute wartet. Die Christen übernahmen aus der jüdischen Tradition sämtliche alttestamentarische Schriften, wie z. B. die fünf Bücher Mose, so wie auch viele grundsätzliche Lehren wie den Glauben an einen Messias oder Christus (aus dem griechischen: christos: Gesalbter). Von den Juden übernommen wurde auch die Art der Gottesverehrung sowie das Gebet und die Verwendung der Psalmen. Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Judentum besteht in der Anbetung des gleichen Schöpfergottes. Jedoch sehen die meisten Christen Gott als einen dreifaltigen Gott an (Trinität): Den Vater, den Sohn (Christus) und den Heiligen Geist, die zusammen eine Einheit bilden. Jesus Christus ist nach christlicher Lehre zugleich ganz Mensch und ganz Gott. Christentum basiert auf dem Glauben, dass Jesus von Nazareth der Christus ist, sowie auf den Lehren Jesu und dem Glauben an seine Auferstehung. Die Lehren Jesu wurden im ersten Jahrhundert der (nach Jesus Christus benannten) christlichen Zeitrechnung (A. D. = anno domini = im Jahr des Herrn) von Urchristen entscheidend entwickelt und ausgearbeitet.

Die zentrale Bezugsquelle für den Inhalt und das Wesen des christlichen Glaubens ist die Bibel, wobei ihre Wertung und Auslegung stark variiert.

Die christliche Bibel besteht aus zwei Teilen: dem Alten Testament und dem Neuen Testament. Das Alte Testament entspricht inhaltlich bis auf Details dem jüdischen Tanach und wurde von Jesus und den Urchristen ebenso wie von den Juden als Heilige Schrift gesehen. Das Neue Testament enthält Berichte vom Leben Jesu (Evangelien), der frühen Kirche (Apostelgeschichte; Urchristentum), Briefe der Apostel, sowie die Offenbarung des Johannes. Die Begriffe „Alt“ und „Neu“ für die Testamente bezeichnen den Tatbestand, dass es aus Sicht der Christen einen alten und einem neuen Bund zwischen Gott und den Menschen gibt. Das Alte Testament ist ursprünglich auf Hebräisch verfasst und wurde später (allerdings noch in vorchristlicher Zeit) unter der Bezeichnung Septuaginta ins altgriechische übersetzt. Das Neue Testament ist hingegen in einer speziellen Variante des altgriechischen, der Koine, verfasst. Später wurden beide Testamente ins Lateinische übersetzt (Vetus Latina, Vulgata), dem folgten sehr viel später verschiedene, teilweise konfessionsgebundene, Übersetzungen (aus dem Urtext) in die jeweiligen Volks- und/oder Landessprachen (z.B. Lutherbibel, Zürcher Bibel, Einheitsübersetzung, King-James-Bibel usw.)

Der Umfang des Alten Testaments wird von verschiedenen Konfessionen unterschiedlich bestimmt, da die griechische Überlieferung der Septuaginta auch mehrere Texte enthält, die in der hebräischen Überlieferung nicht enthalten sind. Die Teile, die nur in der Septuaginta stehen, werden je nach Sichtweise als deuterokanonische Schriften bzw. Apokryphen bezeichnet. Einzelheiten sind im Artikel Kanon des Alten Testaments aufgeführt.

Über den Inhalt des Neuen Testaments besteht bei allen großen Konfessionen ein Konsens, der sich in den ersten vier Jahrhunderten entwickelt hat. Durch zahlreiche Funde von Kodizes und Papyri in den letzten zwei Jahrhunderten kann der ursprüngliche Text des Neuen Testaments heute mit großer Genauigkeit wissenschaftlich rekonstruiert werden. Einzelheiten dazu sind in der Thematik Textgeschichte des Neuen Testaments beschrieben. Jedoch gehen die Meinungen der Theologen und der einzelnen Christen heute weit auseinander in der Frage, in wie weit es sich bei diesem Text um exakte Überlieferungen von Jesus und den Aposteln oder um Zusätze der frühen Kirche handelt.

Ebenso gibt es sehr unterschiedliche Sichtweisen bezüglich der richtigen Methode der Übersetzung, die im Artikel Bibelübersetzung und bei Artikeln über die einzelnen Bibelübersetzungen detailliert dargelegt sind.

Auch bezüglich Exegese (Auslegung) der biblischen Texte und ihrer praktischen Anwendbarkeit auf Ethik und tägliches Leben gibt es eine große Bandbreite von Meinungen, sowohl unter den Konfessionen als auch bei einzelnen Christen innerhalb der Konfessionen. Die offiziellen Aussagen und Bibelinterpretationen seitens der Kirchen spielten vor allem in früherer Zeit eine große Rolle, während die Menschen heute sich oft eigene Interpretationen zurecht legen, wobei sie darin nicht selten offen den Vorgaben ihrer jeweiligen Kirchen widersprechen. Wieder andere Christen gehen davon aus, dass allein die persönliche Führung durch den Heiligen Geist ihr eigenes Verständnis für das Wort Gottes öffnet.

Neben der Bibel spielen bei den meisten Konfessionen auch andere Überlieferungen wie Glaubensbekenntnisse, Weltkatechismus, Tradition, Liturgie und christliche Vorbilder wie Heilige eine wesentliche Rolle in der Ausformung der kirchlichen Praxis.

Heute lassen sich einige Christen auch durch andere, insbesondere östliche Religionen oder durch neutestamentarische Apokryphen inspirieren, Texte aus den ersten zwei Jahrhunderten, die nicht in den Kanon der Bibel mit aufgenommen wurden. Beides gehört in keiner Kirche zur offiziellen Lehre.

Während in den verschiedenen Konfessionen zahllose Varianten der zentralen Elemente der christlichen Lehre existieren, gibt es doch einige Punkte, die orthodoxe, katholische und evangelische Konfessionen über die meiste Zeit in den letzten 2.000 Jahren für unverzichtbar für den christlichen Glauben gehalten und mehrfach offiziell bestätigt haben:

Es existiert nur ein einziger Gott, Gott ist dreieinig – ein einziges ewiges Wesen, das in drei Personen existiert: Vater (Schöpfer), Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist. Insofern Gott für Menschen auf schwer verständliche Weise handelt, wird er auch als deus absconditus (der verborgene Gott) bezeichnet, insofern er sich dem Menschen zuwendet und offenbart, als deus revelatus.

Jesus Christus ist der Sohn Gottes und der Messias der jüdischen Vorhersage. Die jüdische Mutterreligion erwartet nach wie vor einen Messias. Auch im Islam trägt Jesus (Isa) den Titel al-masih und nicht wenige Muslime sind überzeugt, dass seine Wiederkehr die Endzeit einleiten wird.

Jesus Christus hat das kommende Gottesreich verkündet und ist selbst vorweggenommener Beginn, mit seiner leiblichen Auferstehung hin zu Gott im Himmel. Jesus konnte nicht sündigen. Durch sein Selbstopfer am Kreuz ist allen Menschen ihre Schuld der Erbsünde vergeben, welche ihnen seit ihrer Geburt anhaftet, und sie sind durch das Blut Christi mit Gott versöhnt, sofern sie dies annehmen. Jesus ist ganz Gott und ganz Mensch, zwei Naturen in einer Person.

Gläubige werden mit Wasser und nach der trinitarischen Taufformel (Matthäus 28,19) getauft. Durch den Glauben leben sie spirituell und werden vom Tod in ein ewiges Leben auferstehen, sofern sie an dieses Erlösungswerk Gottes für sie glauben. Sie empfangen mit ihrer Bekehrung den Heiligen Geist, der Hoffnung bringt und die Kirche in Gottes Wahrheit und gemäß Gottes Absichten führt.

Jesus sitzt zur Rechten Gottes in aller Vollmacht und Autorität in leiblicher Auferstehung. Er wird zu den Menschen wiederkehren, um die Gläubigen zu sich zu holen, damit sie ewig in der heiligen Gegenwart Gottes leben werden, in Macht und Herrlichkeit, um zusammen mit den Seinen gemeinsam zu regieren. Bis er „am Ende der Zeiten“ zurückkehrt, hat die Kirche den Auftrag, jedem die Frohe Botschaft zu predigen.

Die Lehre, dass der Mensch durch Erbsünde und persönliche Sünde von der Gemeinschaft mit Gott getrennt ist und aus eigener Kraft diese Gemeinschaft nicht wiederherstellen kann, sondern dass sie durch den Glauben an Jesus Christus wiederhergestellt wird. Über die genaue Art dieser Erlösung der Gläubigen und den Weg dazu gibt es innerhalb der verschiedenen christlichen Konfessionen unterschiedliche Auffassungen.

Die christliche Bibel ist das Wort Gottes bzw. von Gott inspiriertes Werk und es gibt keine anderen Bücher, als die Bücher der Bibel, die einen gleichen Stellenwert für die Christen haben. Obwohl die Christen sich nicht einig sind, wie wörtlich die Bibel genommen werden sollte und es unterschiedliche Interpretationen vieler Stellen gibt, ist sie dennoch generell anerkannte Quelle von Informationen über Jesus und Gott.

Maria, die Mutter von Jesus, gebar den Sohn Gottes, der, obwohl in Ewigkeit existierend, in ihrem Leib gezeugt wurde durch den Heiligen Geist. Von ihrer Menschlichkeit empfing er menschlichen Verstand und Willen und all das, was ein Kind natürlicherweise von seiner Mutter mitbekommt.

In der katholischen und orthodoxen Kirche wird Maria verehrt, laut einer Definition des Konzils von Ephesus von 431 Theotokos = Muttergottes genannt und um Fürsprache gebeten (Marienverehrung). Die evangelischen Kirchen messen Maria unterschiedliche Grade der Bedeutung bei und lehnen den Begriff „Muttergottes“ zumeist ab. Während Martin Luther den Gläubigen noch die Fürsprache Mariens empfahl, hat sich dies, besonders bei den Evangelikalen, nicht bis in die Gegenwart gehalten. Vereinzelt finden sich noch Marienstatuen oder -bildnisse in anglikanischen Kirchen, nur selten in lutherischen Kirchen, und in den übrigen evangelischen Kirchen fehlen sie ganz. Ähnlich ist das Verhältnis zu anderen so genannten „Heiligen“ und ihren bildlichen Darstellungen.

Das Christentum hat andere Religionen beeinflusst, deren Anhänger sich zwar nicht als Christen sehen, aber Jesus als Propheten Gottes anerkennen. Der Islam ist die größte dieser Religionen, Jahrhunderte christlich-islamischer Auseinandersetzungen haben jedoch das Jesus-Bild im Koran undeutlich werden lassen. So trägt Jesus im Koran einerseits positive Titel wie Messias, Wort Gottes und auch Geist Gottes; ebenso wird er, wie manche biblische Propheten, als ein solcher angesehen. Scharf zurück gewiesen werden im Koran jedoch die Dreieinigkeit und jede Anbetung Jesu. Umstritten (und nach mehrheitlicher, nicht ausschließlicher Auffassung geleugnet) ist die Kreuzigung. Erst sehr langsam beginnt der entfaltende Dialog hier anzusetzen.

Dem Christentum wird generell unter Nichtchristen Positives wie Negatives zugesprochen. Positiv wird meist die Lehre der Nächstenliebe gesehen. Auch setzen sich weltweit viele Christen für den Frieden und für barmherzige Konzepte gegen die Armut ein. Negativ wird die Geschichte des Christentums mit Kreuzzügen, Hexenverfolgungen, Inquisition und Antijudaismus gesehen. Die Positionen zu ethischen Reizthemen wie künstlicher Empfängnisverhütung, Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch sind auch innerchristlich umstritten.

Es ist ein Anliegen vieler christlicher Kirchen, sich untereinander zu versöhnen und eine gemeinsame Basis zu schaffen (Ökumene). Außerdem führen einige das Gespräch mit anderen Religionen (interreligiöser Dialog). Ziel ist ein friedliches Koexistieren der Religionen.

Nicht übersehen darf man, dass die frühen Christen stark verfolgt wurden und dass es auch heute, gerade in kommunistischen und islamischen Ländern, eine starke Christenverfolgung gibt.

Dem Christentum wird teilweise der Vorwurf gemacht, eine Mitschuld an der Judenverfolgung gehabt zu haben, da z. B. im Mittelalter Juden verfolgt wurden, weil man ihnen die Schuld am Kreuzestod Jesu gab. Ursache für diese Verfolgung war die Vermischung der historischen und der theologischen Schuldfrage, die dazu führte, dass gegenwärtig lebende Juden für die (historische) Schuld am Tod Jesu haftbar gemacht wurden und beispielsweise als „Gottesmörder“ bezeichnet wurden. Die heutige theologische Forschung unterscheidet zwischen der Frage nach der historischen Schuld für einen Justizmord, die gleichberechtigt für Jesus ebenso wie für jeden anderen Justizmord der Weltgeschichte gestellt werden kann und muss, und der theologischen Frage nach der Bedeutung des Todes Jesu Christi für jeden Einzelnen. Die historische Frage nach der Schuld am Tode Jesu wird heute relativ einhellig so beantwortet, dass hier die römische Besatzungsmacht die Verantwortung trug, da die jüdischen Autoritäten gar keine Befugnis zur Hinrichtung von Menschen hatten. Die theologische Frage wird im christlichen Glaubensverständnis so beantwortet, dass ein jeder Sünder selber die Schuld am Kreuzestod Jesu trägt.

In der Geschichte des Abendlandes haben sich Glaube, Kultur und Kunst wechselseitig beeinflusst. Eine entscheidende Station war beispielsweise der Bilderstreit im frühen Mittelalter. Im Abendland beschäftigte sich Kunst oft mit christlichen Themen, obwohl seit der Renaissance stärker auch Rückgriff auf nichtchristliche Motive aus der Antike genommen wurde.

Musik gehört von jeher zur liturgischen Ausdrucksform des christlichen Glaubens. In allen Epochen der Musikgeschichte schufen die bedeutendsten Musiker ihrer Zeit Werke auch für die Kirchenmusik, so beispielsweise Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy; an herausragender Stelle aber vor allem Johann Sebastian Bach. Dichter wie Martin Luther oder Paul Gerhardt schufen im deutschsprachigen Raum Texte von hohem Rang und beeinflussten die weitere Entwicklung der Kirchenmusik maßgeblich. Der Einfluss des christlichen Glaubens ist dabei nicht auf die so genannte klassische oder E-Musik beschränkt: So greift beispielsweise die Gospelmusik vor allem im amerikanischen Kulturkreis unterschiedliche Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts auf und entwickelt diese weiter.

Auch im Bereich der Sprache hat das Christentum in vielen Ländern maßgeblich gewirkt. Im deutschsprachigen Raum hatte Martin Luther durch seine Bibelübersetzung prägenden Einfluss auf die Entwicklung und Verbreitung der hochdeutschen Sprache. Die Bibel als meistübersetztes Buch der Weltliteratur machte es insbesondere in kleineren Sprachräumen z. T. überhaupt erst einmal erforderlich, eine Schriftsprache zu entwickeln, wodurch kleinere Sprachen häufig in ihrem Wert und ihrer Identität gestärkt wurden.

Musste der christlichen Mission früher teilweise der Vorwurf gemacht werden, zugleich mit dem christlichen Glauben auch die Kultur des Abendlandes (z. B. in Form von Kleiderordnungen) zu exportieren, ist das Selbstverständnis von Mission heute eher auf Inkulturation ausgerichtet.

Als wesentlicher kultureller Einfluss des Christentums kann zudem die Etablierung der Christlichen Zeitrechnung im Abendland betrachtet werden.

Die zentralen Elemente der christlichen Lehre sind die Auferstehung Jesus Christi, die Liebe (griechisch Αγάπη; lateinisch caritas) zu Gott (Gottesliebe) und die Liebe zum Nächsten (Nächstenliebe). Die Menschwerdung Gottes im Christus Jesus, sein Opfertod in Form der Kreuzigung sowie der Glaube an seine Auferstehung nach dem Tod. Die Christen glauben, dass diese Ereignisse die Basis von Gottes Werk bilden, welches die Menschheit mit ihm aussöhnen soll. Die christliche Lehre schloss jüdische Urchristen, die diesen Glauben annahmen, von der Gemeinschaft der Juden untereinander aus, da diese es unter anderem ablehnten, einen Menschen anzubeten, denn sie sahen in Jesus Christus nicht den verheißenen Messias und Sohn Gottes.

Jesus ist nach einem mehrheitlich akzeptierten christlichen Glaubensverständnis ganzer Gott und ganzer Mensch – mit der Betonung: ganzer Mensch, jedoch ohne menschliche Sünde und von der Erbsünde frei. Zudem wird gelehrt, dass Jesus Christus nicht gesündigt hat und nicht sündigen könne. Er wird als Mensch und als Gott angebetet. Im Gegensatz dazu lehnen der jüdische Glaube sowie Lehre und Auslegung des Islam sowohl die Möglichkeit der Inkarnation Gottes als Mensch als auch dessen Anbetung ab.

Es existieren allerdings viele Meinungsunterschiede, was nun wirklich das entscheidende Kriterium für das Christ-Sein darstellt. Zum einen gehen sehr viele davon aus, dass zum Christ-Sein sowohl das Befolgen der ethischen Prinzipien, wie auch aktive Teilnahme an der christlichen Kirche dazugehört. Andere Menschen sehen sich selbst als Christen, weil sie gottesgläubig sind und die christliche Ethik achten, ohne dass sie allerdings selbst (aktives) Mitglied in einer Kirche sind. Der Ausdruck humanistische Christen bezeichnet wiederum Menschen, welche weder in einer Kirche sind noch an Gott glauben, jedoch ihre Ethik als christlich betrachten. Anonyme Christen (nach Karl Rahner) sind hingegen diejenigen, welche das Christentum nicht kennen oder es sogar bewusst ablehnen, aber dennoch den moralischen Prinzipien folgen. Evangelikale Christen lehren, dass es einer bewussten Entscheidung für den christlichen Glauben bedarf (Bekehrung, Wiedergeburt), die eine radikale Veränderung des Lebens mit sich ziehen würde.

 

 

 

 

 

 

Diese Formel wird ebenfalls fünf mal am Tag vom Muezzin (arabisch ‏مؤذّن‎ mu'adhdhin) beim Adhan (arabisch ‏أذان‎ adhān) vom Minarett (arabisch ‏مناره‎ manara) gerufen, um die Muslime zum rituellen Pflichtgebet (arabisch ‏صلاة‎ ṣalāt) zu rufen, in welchem die Formel ebenfalls vorkommt.

Schiiten fügen in der Regel noch folgenden Satz hinzu:

allāhumma salli alā muhammadin wa-āli muhammad / ‏أللهُمَّ صَلِّ عَلى مُحَمَّدٍ وَآلِ مُحَمَّد‎ / allāhumma ṣalli ʿalā muḥammadin wa-āli muḥammad /„O Gott, segne Mohammed und seine Familie.“

Im Sufismus wird der erste Teil der Schahada auch interpretiert mit: „Ich bekenne, dass es nichts außer Gott gibt“ bzw. „Es gibt nichts. Es gibt nur den Einen (die Einheit, tauhīd).“

Rituelles Gebet

Das rituelle Gebet (arabisch ‏صلاة‎ salāt) soll fünf mal am Tag absolviert werden, vor dem Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und bei Einbruch der Nacht. Vor jedem dieser Gebete sind eine Ankündigung durch den Gebetsruf und eine rituelle Waschung verpflichtend. Ebenso soll der Muslim sich vor dem Gebet bewusst machen, dass er das Gebet nicht aus Routine, sondern aus der Absicht, Gott zu dienen, vollzieht. Um in den für das Gebet notwendigen Weihezustand (arabisch ‏إحرام‎ ihrām) einzutreten folgt die Formel „Gott ist größer (als alles andere)“ (arabisch ‏الله أكبر‎ Allāhu akbar). Im Stehen werden eine Reihe weiterer Formeln und die erste Sure des Koran (arabisch ‏الفاتحة‎ al-Fātiha, „die Eröffnende“) rezitiert. Es folgen mehrere von verschiedenen Formeln begleitete Niederwerfungen (arabisch ‏ركعات‎ rakʿāt) in die Gebetsrichtung (arabisch ‏قبلة‎ ‎ qibla), welche zur Kaaba (arabisch ‏الكعبة‎ ‎ al-Kaʿba) in Mekka (arabisch ‏مكة‎‎ ‎ Makka) führt. Mit einigen weiteren Formeln findet das Gebet seinen Abschluss. An sich kann das Gebet an jedem (rituell) sauberen Ort, eventuell auf einem Gebetsteppich, vollzogen werden, idealerweise jedoch in der Moschee (arabisch ‏مسجد‎ ‎ masdschid, „Ort der Niederwerfung“). Am Freitag wird das Gebet am Mittag durch ein für Männer verpflichtendes und für Frauen empfohlenes Gemeinschaftsgebet (arabisch ‏صلاة الجمعة‎ salāt al-dschumʿa, „Freitagsgebet“) in der Moschee ersetzt, welches von einer Predigt (arabisch ‏خطب‎ ‎ chutba) begleitet wird.

Das rituelle Gebet ist von den Bittgebeten (arabisch ‏دعاء‎‎ duʿāʾ) und dem Gedenken (arabisch ‏ذكر‎‎‎ dhikr) zu unterschieden.

Almosensteuer

Die Almosensteuer (Zakāt, ‏زكاة‎) ist die verpflichtende, von jedem psychisch gesunden, freien, erwachsenen und finanziell dazu fähigen Muslim zur finanziellen Beihilfe von Armen, Sklaven, Schuldnern und Reisenden sowie für die Anstrengung oder den Kampf auf dem Wege Gottes zu zahlende Steuer. Die Höhe variiert je nach Einkunftsart (Handel, Viehzucht, Anbau) zwischen 2,5 und 10 Prozent ebenso wie die Besteuerungsgrundlage (Einkommen oder Gesamtvermögen).

Die Zakat ist eine fromme Handlung und religiöse Pflicht des Muslims und kann somit nur Muslimen zugute kommen.

Fasten

Das Fasten (saum) findet alljährlich im islamischen Monat Ramadan statt. Der islamische Kalender verschiebt sich jedes Jahr im Vergleich zum gregorianischen Kalender um 11 Tage. Gefastet wird von Beginn der Morgendämmerung – wenn man einen „weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden“ kann (Sure 2, Vers 187) – bis zum vollendeten Sonnenuntergang; es wird nichts gegessen, nichts getrunken, nicht geraucht, kein ehelicher Verkehr und Enthaltsamkeit im Verhalten geübt.

Muslime brechen das Fasten gerne mit einer Dattel und einem Glas Milch, wie dies der Prophet getan haben soll. Der Fastenmonat wird mit dem Fest des Fastenbrechens ('Īd al-fitr) beendet.

Pilgerfahrt

Die im letzten Mondmonat Dhu l-hiddscha stattfindende Pilgerfahrt nach Mekka (Haddsch, ‏حج‎) soll jeder Muslim, sofern möglich, mindestens einmal in seinem Leben antreten, um dort unter anderem die Kaaba siebenmal zu umschreiten. Entscheidend dafür, ob die Pilgerfahrt zur Pflicht wird, sind unter anderem seine finanziellen und gesundheitlichen Lebensumstände. Die Einschränkung der ritualrechtlichten Pflicht der Pilgerfahrt ist in Sure 3, Vers 97 begründet:

„… Und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus zu machen – soweit sie dazu eine Möglichkeit finden …“

Glaubensgrundsätze

Im Islam gibt es sechs Glaubensartikel, nämlich den Glauben an:

  •  den einzigen Gott (arab. Allah)
  •  seine Engel
  •  seine Offenbarung (heilige Bücher: Tora, die Evangelien; gemäß Koran und Hadith sind die Schriften der Juden und Christen jedoch verfälscht und verändert worden (Tahrif)
  •  seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam, Abraham, Moses, Jesus und zuletzt Mohammed (wohingegen ich Mohammed nicht hier einreihen würde, da er weder ein Prophet noch Gesandter Gottes ist)
  •  den Tag des jüngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines Tages für seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Höllenfeuer bestraft bzw. mit dem Paradies belohnt
  •  die göttliche Vorsehung.
  • Erwähnt werden diese Glaubensartikel u. a. im Koran (z. B. Sure 4, Vers 136):

    „Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und an die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (früher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.“

    Der Islam ist eine ausgeprägt monotheistische Religion. Die christliche Vorstellung der Dreifaltigkeit wird ausdrücklich abgelehnt, ebenso jede Personifizierung oder gar bildliche Darstellung Gottes. Gott wird durch seine „99 schönsten Namen“ (al-asmāʾu ʾl-ḥusnā) beschrieben, die nur ihm alleine zustehen. Die Menschen können über Gott nur wissen, was er ihnen selbst in seiner Gnade offenbart hat. Die Definition der Attribute Gottes anhand der Koranauslegung führte im sunnitischen Islam zur Zeit der Abbasiden vor allem in den Lehren der Mu'tazila und ihrer Gegner zu heftigen Auseinandersetzungen.

    Neben der Eigenverantwortung steht die Verantwortung für andere: Jeder Muslim ist verpflichtet, zu „gebieten, was recht ist“ und zu „verbieten, was verwerflich ist: Al-amr bi'l ma'ruf wa n-nahy 'an al-munkar ‏الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر‎) (mehrfach im Koran, z. B. in Sure 7, Vers 157).

    Die Scharia

    Die Scharia (‏الشريعة‎, DMG Šarīʿa) ist das islamische Recht, das alle Bereiche des Lebens umfasst und nach göttlichen, unveränderbaren Regeln ordnet. Diese Regeln wurden vor allem in der frühen Abbasidenzeit schriftlich fixiert und bilden auch heute noch die Grundlage des islamischen Rechts. Die konkrete Anwendung geschieht durch Fatwas, religiöse Gutachten oder Lehrentscheidung, die von Religionsgelehrten (Muftis) aufgrund der Interpretation von Koran und Sunna nach traditionellen Regeln (usul al-fiqh) getroffen werden.

    Es gibt Fatwas aus allen Bereichen des Lebens. Ehe-, Kauf-, Vertrags- und Strafrecht, sowie die Beziehungen zu der nichtmuslimischen Welt wird geregelt. Die Scharia darf aber nicht als kodifiziertes Recht verstanden werden, obwohl es auch Bemühungen zur Kodifizierungen gab. Wann immer deshalb von der „Einführung der Scharia“ als Rechtssystem gesprochen wird, handelt es sich nur um Teile der Scharia.

    Die klassische islamische Jurisprudenz sah als Ziel des Dschihad eine Vormachtstellung des Islam und damit einhergehend eine weltweite Durchsetzung der Scharia vor. Bestimmte Regeln zur Glaubensausübung, wie Gebet und Wallfahrt, waren nur für Muslime gültig, während im Ehe- und Privatrecht Ausnahmen vorgesehen waren. Dafür hat die islamische Rechtsprechung ein besonderes Fremdenrecht und Recht für Minderheiten wie das osmanische Millet-System entwickelt. (Siehe: Dhimma)

    Die klassische Scharia unterteilt sich in eine schiitische und vier sunnitische Rechtsschulen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie im Umfeld von mehrheitlich islamischen Gesellschaften entstanden. Die Diasporasituation von Muslimen fehlt in den klassischen Rechtsschulen und wird erst durch neuere Fatwas zunehmend berücksichtigt. Da es unter islamischen Rechtsgelehrten keinen allgemeinen Konsens gibt, ist es nicht möglich von „der Scharia“ zu sprechen, da es keine einheitliche Scharia gibt.

    Im Sufismus (islamische Mystik) hat die Scharia den Stellenwert der Basis für den Weg des Gottessuchenden. Weitere Stationen sind in der Reihenfolge: Tariqa („der mystische Weg“), Haqiqa („Wahrheit“) und Ma'rifa („Erkenntnis“).

    Umsetzung der Scharia

    Seit der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam 1990 soll die Scharia wieder Basis der Gesetzgebung in allen islamischen Ländern sein. Die praktische Umsetzung ist jedoch sehr unterschiedlich. In Tunesien beschränkt sich die Umsetzung nur auf das Zivilrecht, in Saudi-Arabien und Sudan hingegen kommt sie vollständig zur Geltung. Die Scharia kennt prinzipiell keine Gleichheit zwischen Muslimen und Nichtmuslimen und Mann und Frau.

    In Saudi-Arabien, im Sudan, im Iran, in Somalia und Teilen Pakistans (Stammesgebiete unter Bundesverwaltung) gilt die Scharia so gut wie uneingeschränkt. In Ägypten, Jordanien, Indonesien, Marokko und vielen weiteren Staaten wird die Scharia teilweise praktiziert, etwa das Verbot der Heirat einer Muslimin mit einem Nichtmuslim oder die Erlaubnis zur Polygynie nach islamischen Regeln. Allerdings sieht in vielen Staaten die soziale Realität in Teilen der Gesellschaft so aus, dass die Scharia weiterhin in den meisten Bereichen Geltung hat. So existiert z. B. die offiziell nicht anerkannte Polygynie in der Türkei in ländlichen Gebieten und wird regelmäßig amnestiert. In manchen Staaten gibt es neben einer auf der Scharia basierten Rechtsprechung für Muslime auch eine säkulare Rechtsprechung für Nichtmuslime (z. B. in Nigeria).

    In einigen islamischen Ländern (z.B. Saudi-Arabien, Sudan, Iran, Nigeria) kommen besonders drakonische Strafen zur Anwendung, wie z.B. das öffentliche Abtrennen von Gliedmaßen oder öffentliche Steinigung, z.B. für Diebstahl oder Ehebruch. Diese äußerst zweifelhaften Methoden werden international heftig kritisiert. Auch innerhalb der Islamischen Gemeinschaft wird Kritik daran geäußert, allerdings nicht, weil die Strafen an sich gegen die Menschenrechte verstoßen, sondern weil bei der Verurteilung der Angeklagten meist die in der Scharia vorgeschriebenen Schutzbedingungen für Angeklagte außer Acht gelassen werden. In diesem Kontext muss beachtet werden, dass die heutige islamische Rechtsausübung in manchen Ländern den Angeklagten oftmals nur sehr geringen Schutz bietet: Oft kommt es vor, dass die Angeklagten Analphabeten sind und in der Regel keinen Rechtsbeistand erhalten. Die Richter selbst sind oftmals nur dürftig ausgebildet, Urteile werden nicht selten willkürlich ausgesprochen.

    Ein Bereich der Scharia, der noch in Sudan und in Mauretanien existiert, ist die Sklaverei (siehe Sklaverei in Sudan und Sklaverei in Mauretanien).

    Geschichte des Islam Richtungen

    Sunniten

    Der Islam ist in mehrere Richtungen gespalten. Die Sunniten bilden mit etwa 85 Prozent die zahlenmäßig größte Gruppierung. Sie unterteilen sich wiederum in die sunnitischen Rechtsschulen der Hanafiten, Malikiten, Hanbaliten und Schafiiten. Die Wahhabiten genannte Richtung des sunnitischen Islam ist keine Rechtsschule, sondern wendet die Rechtsschule der Hanbaliten an.   Die Rechtsschulen sind häufig geographisch verteilt; so leben z. B. Hanafiten in der Türkei, Malikiten in Nordafrika.                                    Die Unterschiede zur zweitgrößten Glaubensrichtung, deren Anhänger als Schiiten bezeichnet werden, liegen in der Überzeugung, auf welche Grundlage sich die Herrschaft des obersten Führers (Kalif bei den Sunniten, Imam bei den Schiiten) gründet. Für die Sunniten ist der Kalif ein Führer, der von seinen Anhängern aufgrund seiner weltlichen, administrativen Fähigkeiten gewählt wird. Für die Schiiten kann der Imam hingegen nur ein rechtmäßiger Nachfolger Mohammeds sein und gleichzeitig auch Nachfolger Alis (des Schwiegersohns Mohammeds). Während der Kalif also nur ein weltlicher Verteidiger der Religionsgemeinschaft ist, stellt der Imam im Glauben der Schiiten ein unfehlbares und vollkommenes geistliches und mit diviner Macht ausgestattetes Oberhaupt dar. Es wird ihm auch die Sündenlosigkeit zugesprochen. Aus diesen Tatsachen ergibt sich, dass innerhalb der schiitischen Gruppierungen dem religiösen Oberhaupt der Gemeinde eine vielfach größere Autorität zukommt.

    Schiiten

    Die Schiiten sind die zweite große Richtung. Deren Hauptrichtung sind die Imamiten oder Zwölferschia, die vor allem im Iran, Irak, Aserbaidschan, Bahrain und dem Libanon weit verbreitet sind. Weiter gibt es die Anhänger der Siebenerschia (Ismailiten), die überwiegend auf dem indischen Subkontinent (Mumbai, Karatschi und Nordpakistan) sowie in Afghanistan und Tadschikistan leben. Die Zaiditen oder Fünferschia finden sich heute nur noch im Jemen.

    Charidschiten

    Die Charidschiten, die sogenannten „Auszügler“, die die Partei des vierten Kalifen Ali ibn Abi Talib verlassen haben sind die Anhänger der ältesten religiösen Sekte im Islam des 7. Jahrhunderts. Sie lehnten sowohl die Legitimation von Ali als auch von Uthman ibn Affan als Kalifen ab. Ihre Bewegung ist unter den ersten Kalifen der Abbasiden bereits erloschen. Ihr Hauptzweig ist heute die kleinste Richtung des Islam, die Ibaditen. Sie leben vor allem im Oman, in der algerischen Sahara (Mzab) und auf der tunesischen Insel Djerba.

    Sufismus

    Wie fast alle Religionen bzw. religiöse Richtungen besitzt auch der Islam einen inneren (esoterischen) und einen äußeren (exoterischen) Aspekt. Die mystische innere Dimension des Islam ist der Sufismus (‏تصوف‎ tasawwuf). Der innere Aspekt wird auch Tariqa, der äußere Schari'a genannt. Nach Auffassung der Sufis gehören diese beiden Aspekte untrennbar zusammen, als Beispiel dient das Symbol einer Öllampe: Die Flamme der Lampe steht für Tariqa, also für die Essenz der Religion, die ohne das schützende Glas beim ersten Windhauch erlöschen würde. Das Glas, also die Hülle, steht für Schari’a, aber ohne eine Flamme hätte das Glas alleine als Lampe keinen Sinn.

    Von puritanischen Gruppen wie den Wahhabiten werden die Sufis oft als Ketzer bezeichnet und deswegen abgelehnt oder sogar verfolgt. Kritisiert werden u. a. religiöse Praktiken wie der Dhikr – der oft mit Musik und Körperbewegungen, die nicht als Tanz anzusehen sind, einhergeht – der Wunsch der Sufis, bereits im Diesseits eine Vereinigung mit Gott zu erfahren, und die Tatsache, dass man zum Beschreiten des Sufi-Pfades unbedingt einen lebenden spirituellen Meister benötigt: einen Scheich oder Wali, in Westafrika auch Marabout. Diese Glaubensführer werden von orthodoxer Seite her abgelehnt, weil im Islam kein Mittler zwischen dem Menschen und Gott stehen kann und darf. Die Sufis selbst sehen den Scheich jedoch nicht als Mittler, sondern als jemanden, der die Schwierigkeiten auf dem Weg zu Gott bereits kennt und sein Wissen an andere weitergeben kann.

    Weitere Gruppen

    Aus dem sunnitischen Islam entstanden:

  • Ahmadiyya
  • Aus dem schiitischen Islam entstanden:
  •  Aleviten
  •  Drusen
  •  Babismus, ab 1863 Bahai
  • Gegenwart

    Heute ist der Islam in vielen Ländern des Nahen Ostens, Nordafrikas, Zentral- und Südostasiens verbreitet. Hauptverbreitungsgebiet ist dabei der Trockengürtel, der sich von der Sahara im Westen über den Nahen Osten und den Kaukasus bis nach Zentralasien im Osten zieht. Das bevölkerungsreichste muslimische Land ist Indonesien. Muslimisch geprägte Länder in Europa sind Bosnien und Herzegowina, die Türkei und Albanien. Viele weitere Länder haben muslimische Minderheiten.

    Islamische Konferenz

    Die islamischen Länder sind in der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) organisiert, der auch einige Staaten mit größeren muslimischen Minderheiten angehören.

    „St. Petersburg Declaration“

    Als Beginn eines „neuen Zeitalters der Aufklärung für den Islam“ verstand sich am 4. und 5. März 2007 in St. Petersburg (Florida) eine Konferenz säkularer Muslime aus verschiedenen islamischen und westlichen Ländern, die sich mit den säkularen Interpretationen des Islam, der Notwendigkeit einer innerkoranischen Kritik, mit dem Stand der Meinungsfreiheit in muslimischen Gesellschaften und mit Fragen der Erziehungsreform beschäftigte. Initiatoren waren u. a. dissidente Muslime wie Ayaan Hirsi Ali, Irshad Manji und Ibn Warraq. Zum Abschluss der Konferenz wurde die sog. „verabschiedet, in der u. a. die Trennung von Staat und Religion, die Einhaltung der universellen Menschenrechte, die Abschaffung der Scharia und aller islamischer Tötungsstrafen und körperlicher Verstümmelungspraktiken sowie die völlige Gleichberechtigung der Frau im Islam und in den islamischen Ländern gefordert werden.

    Die Heiligen Stätten des Islam

    Im Islam gilt eine Vielzahl von Städten als heilig, wobei dreien eine besondere Bedeutung zukommt: Die Stadt Mekka gilt als heiligster Ort für die Muslime. Sie ist Geburtsort des Propheten Mohammed und mit der Kaaba als zentralem Heiligtum des Islam, das die Gebetsrichtung (Qibla) bestimmt.

    Darauf folgt mit Medina, nördlich von Mekka gelegen, der Ort, an dem der Islam erste politische Wirkungskraft entfaltete.

    Der drittheiligste Ort ist für Muslime Jerusalem, das nach muslimischer Überlieferung die erste QiblaRichtung vorgab und der Ort ist, den die Muslime als geographische Position der im Koran (Sure 17, „Die nächtliche Reise“) erwähnten al-Aqsa-Moschee definiert haben.

    Daneben gibt es eine große Zahl an Wallfahrtsorten unterschiedlicher Bedeutung. Meist handelt es sich dabei um Grabstätten, etwa von Gefährten Mohammeds, der Imame der Schia oder von Sufi-Heiligen. Führend in der Zahl heiliger Orte sind der pakistanische Sufismus und der nordafrikanische Volksislam (vgl. Islam in Afrika) mit unzähligen verehrten Grabstätten. Abgesehen von den ersten drei heiligen Stätten ist der Status der „heiligen“ Städte – wie die Heiligenverehrung selbst – im Islam ein äußerst kontroverses Thema.

    Für Schiiten und Aleviten stellen außerdem die Städte Kerbela und Kufa heilige Orte dar, zu denen jedes Jahr gepilgert wird.

    Jerusalem stellt in der Liste der heiligen Städte insofern einen Sonderfall dar, als sich der aus dem Koran hergeleitete Anspruch historisch nichtbelegen lässt. Trotzdem ist er für Muslime einhellig eine Glaubenswahrheit, was ihn in der praktischen Auswirkung einer „historischen Wahrheit“ gleichstellt.

    Islamkritik

    Kritik am Islam auf politischer, ethischer, philosophischer, wissenschaftlicher oder theologischer Grundlage hat es seit seiner Gründungszeit gegeben. Es gibt Kritik sowohl an den Grundlagen des Islam als auch an seinen kulturellen Traditionen und sozialen Normen.

     

    Verhältnis zu anderen Religionen

    Polytheismus

    Die Bezeugung der Einheit Gottes und die damit einhergehende Ablehnung des Götzenkults ist der wichtigste Glaubensgrundsatz der islamischen Religion. Polytheismus steht im absoluten Widerspruch zur streng monotheistischen Lehre des Islam, der zufolge es nur einen einzigen Gott gibt und die Vielgötterei die größtmögliche Sünde darstellt. Der koranischen Offenbarung zufolge ist die Verehrung anderer Gottheiten neben Gott die einzige Sünde, die unter keinen Umständen vergeben wird.

    „Gott vergibt nicht, dass man ihm andere Götter beigesellt hat. Was darunter liegt, d.h. die weniger schweren Sünden, vergibt er, wem er es vergeben will. Und wenn einer dem einen Gott andere Götter beigesellt, ist er damit vom rechten Weg weit abgeirrt.“

    4:116 nach Paret; siehe auch 4:48 sowie 31:13

    Der Koran kritisiert an zahlreichen weiteren Stellen vehement die Verehrung anderer Wesen an Gottes Statt. Im Jenseits werden Götzendiener nach islamischer Glaubenslehre mit dem Eintritt in die Hölle bestraft.

Fakten:

Christi Geburt ist nicht genau auf Tag und Monat festzusetzen, was die jungfräuliche Empfängnis nur mehr als untermauert.

Mohammed wurde 570 Jahre später, also nach Christus, geboren.

Mit seinem 40. Lebensjahr erhielt er angeblich die ersten Suren seines Korans, welches 23 Jahre dauern sollte.

Dies ergibt folgende Rechnung:

Geburt                   : 570 nach Christus

40. Lebensjahr             : 610 nach Christus

Flucht nach Medina         : 622 nach Christus

23 Jahre Koranübermittlung  : = 610 + 23 = 633 nach Christus

Sterbejahr Mohammeds      : 632 nach Christus!

Nun bestehen aber mehr als nur berechtigte Zweifel an der Wahrheit und Echtheit des Koran wie auch des Islam!?

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